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Vorwurf aus Washington: Iranische Öl-Tanker umgehen Sanktionen durch Abschaltung von Transpondern

Vorwurf aus Washington: Iranische Öl-Tanker umgehen Sanktionen durch Abschaltung von Transpondern
Der unter maltesischer Flagge stehende iranische Rohölsupertanker "Delvar" vor Singapur am 1. März 2012.
Der US-Gesandte für den Iran wirft dem Land vor, Sanktionen durch das Deaktivieren der Transponder zu umgehen. Die USA warnten vor Umweltkatastrophen durch iranische Tanker, denn deren Versicherung fiel mit den Sanktionen unter Strafe. Die neuen Sanktionen ließen den Ölpreis zunächst fallen.

Am Montag, den 5. November traten neue Sanktionen gegen den Iran in Kraft. Diese zielen auf die Sektoren Energie, Schifffahrt, Banken und den Schiffsbau ab. Acht Länder wurden von den Sanktionen vorübergehend ausgeschlossen, um den Ölpreis stabil zu halten. Hierunter Griechenland, Indien, Italien, Japan, China, Südkorea, die Türkei und Taiwan. Der Ölpreis lag am 6. November bei 71 Dollar pro Barrel. Die USA wollen sich Gewiss sein, dass die Iraner versuchen die Sanktionen zu umgehen. Brian Hook, US-Gesandter für den Iran am Mittwoch: 

Basierend auf glaubwürdigen Daten wissen wir jetzt, dass bis zu ein Dutzend iranische Tanker ihre Transponder für den Seeverkehr seit kurzem deaktiviert haben (...). 

Hierin sieht Hook eine Gefahr für die Schifffahrt: 

Diese Transponder wurden dazu gestaltet, die Sichtbarkeit auf See zu erhöhen und sie auszuschalten erhöht nur das Risiko von Unfällen und Verletzungen. 

US-Sicherheitsberater John Bolton, Tiflis, Georgien, 26.Oktober 2018

Am 16. August gründeten die USA eine Iran Action Group (IAG) unter der Leitung von Brian Hook. Auf die Einrichtung der Gruppe folgten Spekulationen, dass die USA versuchen, im Iran einen Führungswechsel zu erzwingen.

Mindestens 30 iranische Tanker haben ihre Transponder laut TankerTrackers.com seit dem 3. November abgeschaltet. Verfolgen lassen sich die Tanker weiterhin über Satellitenbilder. Sechs iranische Tanker sollen sich mit voller Ladung vor der iranischen Küste befinden und auf einen Auslaufbefehl warten. Hook warnte vor Umweltkatastrophen durch iranische Öltanker: 

Vom Suez-Kanal bis zur Straße von Malakka und allen Zwischenstopps sind die iranischen Tanker jetzt eine schwimmende Gefahr. Länder, Häfen und Kanalbetreiber sowie private Unternehmen sollten wissen, dass sie wahrscheinlich für die Kosten eines Unfalls verantwortlich sind, an dem ein selbstversicherter iranischer Tanker beteiligt ist. 

Eine Defizitgefahr für den Ölmarkt sehen Experten nicht. Mittelfristig aber werden die Ölpreise steigen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, sein Land werde sich nicht an die Iran-Sanktionen halten. Der iranische Präsident Hassan Rohani verkündete im Zuge der Sanktionen, dass sein Land diese "mit Stolz" umgehen würde. 

Der US-Sicherheitsberater John Bolton warnte vor weiteren Sanktionen der USA gegen den Iran, die noch härter sein würden. 

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