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Britische Geheimdienste wussten von saudischen Plänen gegen Khashoggi

Britische Geheimdienste wussten von saudischen Plänen gegen Khashoggi
Das Vauxhall Cross-Gebäude des MI6 in London, Großbritannien, am 17. Mai 2016.
Laut der britischen Zeitung "Express" waren Geheimdienste der Insel über das Vorgehen Saudi-Arabiens gegen den ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi unterrichtet. Khashoggi soll geplant haben, Details über den Einsatz von Chemiewaffen im Jemen zu veröffentlichen.

Laut Medienberichten in Großbritannien unterrichteten saudi-arabische Geheimdienstkreise ihre britischen Kollegen über einen Plan, den Journalisten Jamal Khashoggi zu entführen. Die brisanten Informationen sollen den britischen Geheimdiensten drei Wochen vor der Ermordung Khashoggis übermittelt worden sein. Der britisches Auslandsgeheimdienst MI6 soll die Saudis vor dieser Vorgehensweise gewarnt haben.

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Wie die britische Zeitung Express berichtet, stand der ermordete Journalist kurz davor, Informationen über den saudischen Einsatz von chemischen Kampfstoffen im Jemenkrieg zu veröffentlichen. Die Zeitung nennt als Quelle einen engen Freund Khashoggis, der gegenüber dem Express erklärt haben soll, dass Khashoggi "dokumentarisches Beweismaterial" zu den Vorwürfen besessen haben soll. Der Informationsaustausch zwischen britischen und saudischen Geheimdienstkreisen wurde offenbar durch die Regierungsbehörde GCHQ abgefangen, die sich mit Kryptographie, Verfahren zur Datenübertragung und der Fernmeldeaufklärung befasst.

Demnach habe es einen Befehl "aus dem königlichen Kreis" Saudi-Arabiens gegeben. Dieser Befehl soll die Entführung und Rückführung des Journalisten nach Saudi-Arabien angeordnet haben. Zudem sollen die Ausführenden des Befehls "Freiräume" gehabt haben, für den Fall, dass der Journalist sich wehren würde. Der Bericht im Express lässt offen, ob der Kronprinz Mohammed bin Salman al-Saud in die geplante Entführung eingeweiht war. Der britische Geheimdienst MI6 habe seine saudischen Kollegen eindringlich vor dem Plan gewarnt. Die namentlich nicht genannte Geheimdienstquelle des Express wird mit den Worten zitiert:

Am 1. Oktober wurden wir auf die Bewegung einer Gruppe aufmerksam, zu der auch Mitglieder von Ri'āsat Al-Istikhbārāt Al-'Āmah (GID) nach Istanbul gehörten, und es war ziemlich klar, was ihr Ziel war.

Der GID ist der staatliche Geheimdienst Saudi-Arabiens. Khashoggi wurde am 2. Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet.

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