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Russischer UN-Diplomat: "Ja, Russland bereitet sich auf einen großen Krieg vor"

Russischer UN-Diplomat: "Ja, Russland bereitet sich auf einen großen Krieg vor"
Ein russischer Kampfpanzer T-72B3 fährt während einer Demonstration auf dem internationalen militärisch-technischen Forum "ARMY-2016" in der Region Moskau, Russland, 6. September 2016.
Russland bereite sich auf einen Krieg vor, erklärte der russische Diplomat Andrei Beloussow gegenüber den Vereinten Nationen. Doch dies geschehe aus anderen Gründen, als US-amerikanische Falken die Welt glauben machen wollten.

Klare Worte: Der russische Diplomat Andrei Beloussow, stellvertretender Direktor der Abteilung für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle des russischen Außenministeriums, sagte am Freitag vor den Vereinten Nationen, dass Russland sich tatsächlich auf den Krieg vorbereite – damit es sein Volk gegen die US-amerikanische Aggression verteidigen kann.

Archivbild.

Vor kurzem erklärten die USA, dass sich Russland auf einen Krieg vorbereitet. Ja, Russland bereitet sich auf einen Krieg vor, das kann ich bestätigen", so Beloussow.

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Russlands militärischer Aufbau und groß angelegte Übungen, die oft in den westlichen Medien als Vorbereitung auf einen groß angelegten Krieg dargestellt würden, seien allerdings nichts weiter, als eine defensive Notwendigkeit.

Wir bereiten uns darauf vor, unsere Heimat, unsere territoriale Integrität, unsere Prinzipien, unsere Werte und unser Volk zu verteidigen.

Er stellte klar, dass Russland im Gegensatz zu den USA keine Konfrontation suche. Er verwies dabei auf die Entscheidung der USA, aus dem INF-Vertrag auszusteigen:

Warum sonst sollten die Vereinigten Staaten aus dem [INF]-Vertrag aussteigen, ihr Atompotenzial erhöhen, eine neue Nukleardoktrin annehmen, die die Schwelle für den Einsatz von Atomwaffen senkt - das ist die Frage an uns alle.

Protest gegen den Irak-Krieg in Washington, D.C., 2006.

"Die Russische Föderation bereitet sich auf einen Krieg vor und die Vereinigten Staaten von Amerika bereiten einen Krieg vor", betonte Beloussow und verwies auf den kleinen aber feinen linguistischen Unterschied.

Die unverblümten Worte des russischen Diplomaten waren eine Reaktion auf den in der UNO abgelehnten Resolutionsentwurf Russlands, den INF-Vertrag zu stärken. Der Entwurf wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. "Die meisten derjenigen, die dagegen gestimmt haben, waren Befürworter des INF-Vertrags. Ich verstehe ihre Position nicht", sagte Beloussow. Unter den Ländern, die gegen den Entwurf gestimmt haben, waren Großbritannien, Deutschland, Frankreich und, wenig überraschend, die USA.

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Washingtons Entscheidung, das Abkommen aufzuheben, sorgte sowohl in Europa als auch in Russland für Unruhe. Der weitgehende Konsens war, dass ein Ausstieg die Welt zu einem unsichereren Ort machen würde. Washington beschuldigt Russland, Raketen zu bauen, die durch das INF-Abkommen verboten sind – während Moskau argumentiert, dass US-amerikanische Raketenabwehrkomplexe in Europa leicht in Angriffswaffen umgewandelt werden könnten.

Der russische Präsident Wladimir Putin warnte davor, dass, wenn die USA den Einsatz von Mittelstreckenraketen in Europa vorantreiben, ganz Europa von einem Vergeltungsschlag bedroht sei.

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