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Saudischer Chefforensiker Al-Tubaigy soll Journalisten Chaschukdschi im Konsulat zersägt haben

Saudischer Chefforensiker Al-Tubaigy soll Journalisten Chaschukdschi im Konsulat zersägt haben
Symbolbild
Salah Muhammad al-Tubaigy soll Medienberichten zufolge den saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi im saudischen Konsulat in Istanbul zersägt haben. Al-Tubaigy studierte vor 14 Jahren in Glasgow Gerichtsmedizin und ist heute „forensischer Experte“ beim saudischen Geheimdienst.

Als er am 2. Oktober am Atatürk-Flughafen landete, wurde er aufgezeichnet. Zu den Vorwürfen hat er sich, wie weitere Beschuldigte, bisher nicht geäußert.
Aber wer ist dieser Mann?

Laut seinem Twitter-Profil ist er der Leiter des saudischen wissenschaftlichen Rates für Forensik. Er bildete eine Taskforce, eine mobile Einheit für Autopsien, die offenbar nach Terroranschlägen oder im Krieg eingesetzt wird. Der Gerichtsmediziner hatte im Jahr 2014 bereits mit seiner Effizienz geprahlt, als er gegenüber einer britischen Zeitung erklärte, er könne die Todesursache eines Menschen „binnen sieben Minuten“ aufklären.

Laut Daily Mail wurde Al-Tubaigy am 2. Oktober von der Applewatch des Journalisten Chaschukdschi aufgezeichnet. In der siebenminütigen Aufnahme soll zu hören sein, wie er die Zerstückelung des Körpers leitete. Einer Quelle des Middle East Eye zufolge, die Al-Tubaigy auf der Aufnahme erkannt haben will, hat er während seiner Arbeit Kopfhörer getragen und kommentiert:

Saudischer Chefforensiker Al-Tubaigy soll Journalisten Chaschukdschi im Konsulat zersägt haben
Ein Bildausschnitt aus einem polizeilichen Überwachungsvideo vom 2. Oktober 2018 am Flughafen Atatürk in Istanbul, das über die türkische Zeitung Sabah zur Verfügung gestellt wurde, zeigt angeblich S. Muhammed A Tubaigy.

Wenn ich diesen Job mache, höre ich Musik.

Chaschukdschi wurde zuletzt am 2. Oktober beim Betreten des Konsulats gesehen. Die Türkei beschuldigte Saudi-Arabien, den Journalisten ermordet zu haben, Riad dementiert das. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärt, dass einige "giftige Stoffe" im Konsulat "übermalt" wurden. Auch Videomaterial von Reinigungskräften, die mit Wischern und Eimern in das Gebäude eindrangen, bevor die Ermittler es durchsuchen konnten, führte zu Spekulationen über einen möglichen Vertuschungsversuch.

Mittlerweile äußerte sich auch US-Präsident Donald Trump zu dem Fall, der auch Spekulationen über Sanktionen gegen Saudi Arabien laut werden ließ. "Es sieht für mich zweifellos so aus", sagte Trump, als er von einem Reporter gefragt wurde, ob Chaschukdschi tot sei. "Es ist sehr traurig."

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