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RT präsentiert: Die Top Ten der "Russophobiker" in 2018

RT präsentiert: Die Top Ten der "Russophobiker" in 2018
Brian Cahn, Reuters / Peter Nicholls, YouTube / YaleUniversity
Das Jahr der Skripal-Affäre neigt sich dem Ende entgegen. Etwas durcheinandergewirbelt wurde die vorläufige diesjährige Hitliste derjenigen Menschen, die 2018 eine stark ausgeprägte Russophobie offenbarten. Hillary Clinton sicherte ihren beachtenswerten Rang.

Russophobie, bisweilen auch Antirussismus genannt, wird als eine ablehnende Einstellung gegen Russland, aber auch durchaus oft gegen Russen und die russischen Kultur ganz allgemein verstanden. Bei ihrer Propagierung wird auf eine gezielte Unverhältnismäßigkeit gesetzt, um den Ruf des Landes und seiner Bewohner zu schädigen. Frühe negative Darstellungen gegen Russland und seine Bewohner gab es in Westeuropa bereits im 13. Jahrhundert. Den Beginn machte der Deutsche Orden gegen die "Schismatiker" im Osten. Dabei wurden die Russen als plündernde Ungläubige dargestellt. 

In diesem Jahr ist das Ableben eines der Bestplatzierten aus der Top-Ten-Liste von 2017 zu beklagen: Der US-Vietnamkriegs-Held John McCain erlag seinem Krebsleiden. So wurde nunmehr ein Platz frei:

  1. Atlantic Council - der nachdenkliche-russophobe Think Tank
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AtlanticCouncil

Sich selbst als einen "unabhängigen" Think Tank beschreibend, hören und lesen andere hier lediglich die Sichtweisen und Standpunkte der NATO. Die von der NATO geförderte Gruppe widmet ihre Zeit vornehmlich der Bekämpfung russischer Propaganda. Hierzu dienen ihnen bislang noch verschiedene Eskalationsstufen von sogenannter Gegenpropaganda. 

2. Die britische Konservative Partei - Tories, gewählte Russophobie 

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Die britische Premierministerin Theresa May

Die Skripal-Affäre von Salisbury führte geradewegs in eine Krise zwischen Großbritannien und Russland. Kurz vor der Zielkurve der Brexit-Verhandlungen begrüßten besonders die britischen Konservativen diese Spannungen als eine gewisse Abwechslung. Boris Johnson, Tom Tugendhat und Theresa May bedienten sich eloquent ihrer anti-russischen Rhetorik. Auf die Spitze der Müllhalde, wenn auch nicht mehr "very british", trieb es aber den Verteidigungsminister Gavin Williamson. Er hatte nur eine Botschaft an Russland: 

Geh weg und halt den Mund!

Er beschuldigte Moskau, "Tausende und Abertausende" von Morden in Großbritannien geplant zu haben. Nur bei finanziellen Spenden von Russen verfliegt die Russophobie der Tories. 

Premiere des Films

3. Rachel Maddow - Russophobie, nahe dem Wahnsinn

Die MSNBC-Moderatorin Rachel Maddow konzentriert sich in ihren Auftritten eigentlich auf Falschnachrichten und Verschwörungstheorien. Diese brachten ihr Ruhm und Ehre ein. Die Paranoia ist sogar von sehenswertem Unterhaltungsvergnügen. Ein echter Höhepunkt ihrer Darbietungen ist die Behauptung, dass Russland der Hauptnutznießer guter Beziehungen zwischen den Atommächten USA und Nordkorea sei, und zwar weil letzteres Land eine Grenze mit Russland hat. 

4. Die Skripal-Kritiker oder: Russophobie als Broterwerb 

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Die Skripal-Affäre führte zu zahlreichen Jobs, also "Geld für Expertenwissen". Mit den üblichen Klischees und Verschwörungstheorien bedienen auserwählte oder selbsternannte Experten rund um die Uhr die britische Presse mit ihren Ansichten. Geschafft haben es wieder einmal Ed Lucas, Anne Applebaum und neu hinzugekommen sind Nimmo und Andrew Foxall, um nur einige Lichterscheinungen von ihnen zu nennen. 

5. Britische Fake-News-Nachforschungen - Russophobie von Komitees und "NGOs" 

Die parlamentarische Untersuchung des Vereinigten Königreichs über gefälschte Nachrichten war darauf ausgerichtet, vorher definierte Schlussfolgerungen zu untermauern, wenn sie schon nicht beweisbar sind, dass die russische Einmischung für den Brexit mitverantwortlich sei. Auch Auskünfte der Firmen Facebook und Twitter gegenüber dem Leiter der Untersuchung, der Abgeordnete Damian Collins, dass sie keine Beweise für irgendwie geartete systematische russische Einmischung hätten, stellten ihn nicht zufrieden. Letztendlich veröffentlichte der Ausschuss der britischen Abgeordneten einfach einen Bericht mit "Informationen" einer wenig bekannten Organisation angereichert, die sich leider weigerte, ihre Quellen, Daten und Ermittlungs-Methoden preiszugeben. 

6. Michael McFaul - Russophobie in der Diplomatie 

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Michael McFaul

Der ehemalige US-Botschafter in Russland, Michael McFaul, behauptet von sich, er sei russophil: "Ich liebe das russische Volk." Dabei aber hat er wenig positives über Russland zu sagen: 

Die Vereinigten Staaten brauchen Russland für nichts. 

Russland aber braucht er letztlich doch, auch wenn er beileibe kein "Putinversteher" ist . Denn McFaul will gern - wie manche russophobe Leidensgenossen - sein Buch zu dem Thema verkaufen. 

7. "The Daily Beast" - Russophobie als "Journalismus"

"The Daily Beast" verdrängt neuerdings den Platz von Buzzfeed aus den Top Ten des letzten Jahres, und zwar dank seiner Hingabe für übersteigerte Russophobie, welche als Journalismus ausgegeben wird. Zu den erschreckenden Höhepunkten dieses Daily Beasts in den letzten Wochen gehören "Wie Russland die amerikanische weiße Vorherrschaft ausbadet", "Russlands Cyberangriffe sind keine Einmischungen, sie sind Kriegshandlungen", "Russland führt einen wirklichen Wettbewerb durch, um die Welt zu trollen". Die Titel sprechen für sich. 

8. Hillary Clinton - Russophobie einer Absteigerin, die schlechte Verliererin

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Hillary Clinton

Hillary Clinton, ehemalige US-Außenministerin und unterlegene Präsidentschaftskandidatin, hat im diesjährigen Ranking Plätze eingebüßt. Sie wird aber - in Anerkennung ihrer Hingabe, Russland für all die schlechten Dinge verantwortlich zu machen, die ihr widerfahren - erneut mit einem Trostpreis gewürdigt. Während einer Rede an der Yale-Universität trollte sie Trump mit einem russischen Hut. Bis heute glaubt sie, dass Russland dafür verantwortlich sei, dass sie nicht Präsidentin der USA geworden ist.

9. Bill Browder - Russophobie als Finanzinstrument

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Bill Browder

William Bill Browder, Mitbegründer und CEO der Fondsgesellschaft Hermitage Capital Management, hat die Skripal-Affäre zu seinem vollen Vorteil zu nutzen vermocht, indem er international für einen Magnitsky-Akt werben konnte, um somit Sanktionen gegen Russland einzuführen. In den 90er Jahren war Browders Einstellung noch eine andere. Die Geschäfte in Russland ließen ihn damals gut verdienen. Seit er jedoch wegen Steuerhinterziehung in Russland angeklagt ist, hat er sich selbst zu "Putins Feind Nummer eins" stilisiert. Auch er hat ein Buch gegen Russland über seinen Leidensweg als Russophobiker auf dem Markt. 

10. Justin Trudeau - der freundliche Russophobiker

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Justin Trudeau

Ebenfalls auf der Liste in diesem Jahr: der allen freundlich begegnende kanadische Premierminister Justin Trudeau. Allen? Nein, nicht Russland gegenüber. Trudeau glaubt an die russische Wahleinmischung (in Kanada?) und warnt Moskau vor den "wahren Konsequenzen". 

Louise Mensch und Molly McKew schafften es in diesem Jahr nicht mehr unter die Top Ten. 

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