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Cyber-Angriffe? USA und Verbündete überschütten Russland mit Vorwürfen

Cyber-Angriffe? USA und Verbündete überschütten Russland mit Vorwürfen
Vier angebliche russische Agenten bei ihrer Ankunft in Amsterdam
Vier westliche Staaten haben Russland am Donnerstag mit Vorwürfen überschüttet: Der russische Militärgeheimdienst soll für eine Serie von Cyber-Angriffen auf der ganzen Welt verantwortlich sein. Russland weist die Vorwürfe als Medienkampagne zurück.

Russland sah sich am Donnerstag einer Lawine von Anschuldigungen von Seiten der USA und deren NATO-Verbündeten ausgesetzt, die behaupteten, dass Moskau hinter einer weltweiten Welle von bösartigen Cyber-Attacken stecke.

Die Anschuldigungen wurden fast zeitgleich von den USA, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Kanada vorgebracht und beinhalteten unter anderem angebliche Attacken auf die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA).

Symbolbild

Das US-Justizministerium erhob Anklage gegen sieben Angehörige des russischen Militärgeheimdienstes, denen es einen versuchten Angriff auf die OPCW vorwarf – der UN-Organisation, die mit der Untersuchung der Vergiftung des russischen Ex-Spions Sergej Skripal und dessen Tochter im März befasst ist. Die sieben Männer sollen auch an der Beschaffung und Veröffentlichung der Daten von Drogentests von Olympiateilnehmern und an einem Angriff auf ein Energieunternehmen in Pennsylvania beteiligt gewesen sein.

US-Staatsanwälte behaupten, dass die angeblichen russischen Cyber-Spione es bei ihrem Angriff auf die WADA auf Funktionäre abgesehen hätten, die eine Sperre von russischen Sportlern für internationale Wettbewerbe befürworteten.

Briten machen Russland für Reihe von Hackerangriffen verantwortlich

Das britische Außenministerium legte Russland sechs Cyber-Angriffe zur Last, einschließlich den auf die WADA im Jahr 2017, den Diebstahl von E-Mails eines britischen Fernsehsenders 2015 und das angebliche Hacken des Democratic National Committee (DNC) während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016.

Die Briten beschuldigen Russland auch die "Bad-Rabbit"-Attacke im Jahr 2017 durchgeführt zu haben, die Störungen bei der U-Bahn und einem Flughafen in der Ukraine sowie bei russischen Medienunternehmen und der russischen Zentralbank verursachte.

Der britische Außenminister Jeremy Hunt sagte in seiner gewohnt dramatischen Art, dass "die Möglichkeit der Menschen weltweit, ihr tägliches Leben frei von Einmischung zu führen und sogar ihre Freude am Sport" durch die russischen Angriffe bedroht sei.

Auch die Niederlande wurden aktiv und verkündeten die Ausweisung von vier Angehörigen des russischen Militärgeheimdienstes, die auch am Angriff auf die in Den Haag beheimatete OPCW beteiligt gewesen sein sollen. Verteidigungsminister Ank Bijleveld sagte, die angeblichen Agenten seien Angehörige des russischen Militärgeheimdienstes GRU und hätten für die Einreise Diplomatenpässe benutzt. In Den Haag hätten sie die Umgebung der OPCW fotografiert und sich von einem vor dem OPCW-Gebäude geparkten Auto in das WLAN-Netz der Organisation gehackt.

Bei einem Auftritt vor der niederländischen Presse behauptete der britische Botschafter in Den Haag, Peter Wilson, dass Russland darüber hinaus das britische Außenministerium und die Forschungseinrichtung Porton Down im Visier gehabt hätte. Die vier aus den Niederlanden ausgewiesenen Männer befinden sich demnach unter den sieben Personen, gegen die das US-Justizministerium Anklage erhoben hat.

Russischer Botschafter in Großbritannien spricht über vermeintlichen Cyberangriff auf OPCW (Archivbild)

Um nicht außen vor zu bleiben hat sich auch Kanada am Donnerstag dem Chor der Anschuldigungen angeschlossen. Die kanadische Regierung erklärte, dass ihre Geheimdienste mit den Einschätzungen anderer NATO-Staaten übereinstimmten, nach denen Russland sich "außerhalb der Grenzen angemessenen Verhaltens" bewege.

Im Statement des kanadischen Außenministeriums heißt es, dass einige der angeblich russischen Attacken eine "Verbindung mit Kanada" aufwiesen. Genannt wurde ein Angriff auf das Canadian Centre for Ethics in Sport, dessen Systeme durch ein Schadprogramm in Mitleidenschaft gezogen wurden. Kanada erklärte, es sei zu dem Schluss gekommen, dass mit "hoher Wahrscheinlichkeit" der GRU für den Angriff verantwortlich sei.

"Teuflisches Parfümcocktail" - Moskau weist Vorwürfe zurück 

Russland wies die Anschuldigungen zurück. Es handle sich um eine koordinierte Medienattacke, die zeitlich mit einem NATO-Treffen zum Thema Cyber-Krieg zusammenfalle. Der russische Botschafter im Vereinigten Königreich, Alexander Jakowenko, erklärte, dass die ohne jeden Beweis daherkommenden Anschuldigungen darauf abzielten, Russlands Ansehen zu beschädigen.

"Wir sehen eine gut koordinierte Kampagne, die Russland diskreditieren soll. Das ist aus meiner Sicht natürlich inakzeptabel", so Jakowenko.

Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, erklärte, der "teuflische Parfümcocktail" neuer Anschuldigungen müsse das Produkt von jemandem mit "großer Vorstellungskraft" sein. Sie spielte damit auf die Angaben britischer Ermittler an, wonach das bei dem Attentat auf die Skripals verwendete Nowitschok-Gift in einer Parfüm-Probe transportiert worden sei. 

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