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Nach Angriff auf Militärparade im Iran: Regierung in Teheran droht Israel und den USA mit Vergeltung

Nach Angriff auf Militärparade im Iran: Regierung in Teheran droht Israel und den USA mit Vergeltung
Verletztes Kind nach dem Angriff auf die Militärparade, Ahwaz, Iran, 22. September 2018.
Am Samstag wurden im iranischen Ahvaz 29 Menschen bei einem Angriff auf eine Militärparade durch eine Gruppe sunnitischer Separatisten getötet. Der stellvertretende Führer der iranischen Revolutionsgarden warnte am Montag die USA und Israel mit einer "verheerenden" Reaktion.

In Ahvaz und in Teheran wurden am Samstag, anlässlich des Gedenkens an den Iran-Irak-Krieg, Militärparaden abgehalten. In Ahvaz eröffneten Militante das Feuer auf die Parade. Dabei starben 29 Menschen, mehr als 70 Menschen wurden verletzt. Unter den Todesopfern ist auch ein vierjähriges Kind. Der Iran kündigte Vergeltung an. Die sunnitische Gruppe "Al-Ahwasieh" erklärte am Samstag gegenüber Reuters, die Verantwortung für den Angriff zu übernehmen. Der Iran sieht die ausländischen Mächte Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die USA als Drahtzieher hinter dem Terrorattentat. 

Der stellvertretende Führer der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) Hossein Salami drohte dem Ausland auf der Beerdigung der Opfer des Angriffs, welche live im Fernsehen übertragen wurde: 

Sie haben unsere Rache zuvor gesehen. Sie werden sehen, dass unsere Reaktion vernichtend und verheerend sein wird, und Sie werden bereuen, was Sie getan haben. 

Die Stadt Ahvaz liegt in der Provinz Chuzestan am Persischen Golf. Sie zählt 1,3 Millionen Einwohner. Unter den Einwohnern sind viele Araber. Einen Tag vor der Militärparade protestierten Araber in der Stadt gegen die Regierung Teherans, der sie Unterdrückung vorwerfen. Die Toten bezeichnete die iranische Regierung als "Märtyrer". In der nahen Zukunft werde es eine "tödliche und gnadenlose Rache" geben. Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, sieht die USA und seine "Alliierten in der Region" in der Verantwortung für das Attentat in Ahvaz.

Die Regierung Teherans bestellte am Wochenende die Botschafter Dänemarks, der Niederlande und den Geschäftsträger Großbritanniens ein. Der Außenamtssprecher Bahram Qasem erklärte: 

Es ist nicht akzeptabel, dass die Europäische Union Mitglieder dieser Terrorgruppen nicht auf eine schwarze Liste setzt, solange diese auf europäischem Boden keine Straftaten begehen. 

Das Sicherheitspersonal versucht, die Aktivistin Medea Benjamin von der Bühne zu entfernen.

Auch der iranische Außenminister sprach von "regionalen Terrorunterstützern". Der iranische Militärsprecher Abolfazl Shekarchi teilte der iranischen Nachrichtenagentur IRNA mit: 

Diese Terroristen (...) wurden trainiert und organisiert durch zwei (...) Golfstaaten. Sie sind nicht von Daesh oder anderen Gruppen, die das islamische System (des Iran) bekämpfen, (...) sondern sie sind mit Amerika (den USA) und (mit dem) Mossad (israelischen Geheimdienst) verbunden. 

Die Vereinigten Arabischen Emirate lehnten jegliche Involvierung in den Angriff ab. Der russische Präsident Wladimir Putin bekundete sein Beileid gegenüber den Opfern. Die Vereinigten Staaten verurteilten den Angriff, sehen aber die Unterdrückung des iranischen Volkes durch die Regierung als Verursacher.

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