UN-Gesandte der USA warnt Syrien und seine Verbündeten: "Testet uns nicht noch einmal!"

UN-Gesandte der USA warnt Syrien und seine Verbündeten: "Testet uns nicht noch einmal!"
Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, spricht zu Journalisten in New York.
Die USA schicken immer neue Drohungen an die Adresse der syrischen Regierung und ihrer Verbündeten: Man werde in Syrien militärisch eingreifen, sollten in Idlib chemische Waffen eingesetzt werden. Ein US-Zerstörer hat inzwischen das Mittelmeer erreicht.

Der Ton wird schärfer, und fast täglich kommen immer neue Drohungen. Seit Tagen richtet die Regierung von US-Präsident Donald Trump Warnungen an den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Falls seine Truppen Chemiewaffen in Idlib einsetzen sollten, würden die USA und ihre Verbündeten darauf mit "schnellen und entschiedenen Maßnahmen" antworten, erklärte etwa Trumps Vize Mike Pence Anfang dieser Woche.

Der französische Generalstab am 14. April 2018: Gemeinsam mit den USA und Großbritannien griff Frankreich verschiedene Einrichtungen des syrischen Staates an.

Eine weitere Drohung der US-Gesandten Nikki Haley an Damaskus

Nun richtete auch die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, erneut warnende Worte an Damaskus. Jeder Angriff auf die syrische Provinz Idlib werde "behandelt", sagte Haley in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. Die USA hätten Syrien zweimal angegriffen, nachdem behauptet wurde, dass chemische Waffen durch die Regierung in Damaskus eingesetzt worden seien, sagte Haley weiter. In Richtung syrische Regierung und ihre Verbündeten Russland und Iran sagte sie:

Testet uns nicht noch einmal!

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Washington und seine Verbündeten hätten Syrien auch davor gewarnt, dass sie nicht nur im Falle des Einsatzes von Chemiewaffen reagieren würden, sondern auch gegen jeden Angriff auf die Provinz, sagte die US-Gesandte bei den Vereinten Nationen.

Jede Offensive gegen die Zivilbevölkerung in Idlib würde behandelt werden", so Haley zu Fox News.

Die Provinz Idlib ist die letzte verbliebene Hochburg verschiedener dschihadistischer Gruppen, die einst versuchten, die Regierung von Präsident Baschar al-Assad mit Unterstützung der USA, der Türkei, Saudi-Arabiens und anderer regionaler Mächte zu stürzen. Die einflussreichste unter ihnen ist die al-Qaida-nahe Miliz Haiʾat Tahrir asch-Scham (ehemals al-Nusra-Front). Russland hat mehrmals in vergangenen Tagen davor gewarnt, dass Islamisten gemeinsam mit den Weißhelmen, einer selbsternannten Zivilschutzgruppe, die ausschließlich in rebellischen Gebieten operiert, daran arbeiten würden, in Idlib eine angebliche Chemiewaffen-Attacke der syrische Regierung selbst zu inszenieren.

Ministerin Von der Leyen vor einem Bundeswehr-Tornado im August 2016

US-Zerstörer USS Bulkeley (DDG-84) ist nun auch im Mittelmeer

Bereits vergangene Woche drohte Nkki Helay der syrischen Regierung, Russland und Iran:

Wenn dort chemische Waffen zum Einsatz kommen, wissen wir genau, wer sie eingesetzt hat.

Dass sich die USA auf ein Eingreifen in Syrien vorbereiten könnten, zeigen die neuesten Berichte über die Ankunft eines weiteren Lenkwaffen-Zerstörers im Mittelmeerraum. Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf internationale Meeresüberwachungsdaten meldet, erreichte die USS Bulkeley (DDG-84), ein Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse, am Mittwoch über die Straße von Gibraltar das Mittelmeer. Die Information bestätigte auch ein militärischer Kommentator über den Kurznachrichtendienst Twitter: 

Mit der Ankunft des Zerstörers stehen den US-Streitkräften in der Region laut Interfax nun bis zu 200 Tomahawk-Marschflugkörper zur Verfügung, um Ziele in Syrien zu treffen, wenn es dazu einen Befehl geben sollte. Letzte Woche kam bereits das Atom-U-Boot USS Newport News (SSN-750) im Mittelmeer an.

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