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Moskau: USA könnten Raketen für Angriff auf Syrien binnen 24 Stunden bereitstellen

Moskau: USA könnten Raketen für Angriff auf Syrien binnen 24 Stunden bereitstellen
Das Foto zeigt den Abschuss eines Tomahawk-Marschflugkörpers von der USS Porter auf einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe im April 2017.
Die USA und ihre Verbündeten bräuchten nur 24 Stunden, um sich für Raketenangriffe auf Syrien vorzubereiten, erklärte das russische Außenministerium. Erst kürzlich warnte es vor einem möglichen Chemiewaffeneinsatz unter falscher Flagge.

Die Angriffsgruppe der Koalition hat rund 70 Lieferfahrzeuge in den Nahen Osten entsandt, sagte die Sprecherin des Ministeriums, Maria Sacharowa, bei ihrer Pressekonferenz am Donnerstag. Das Arsenal umfasst fast 380 Cruise-Missiles und die US Navy-Lenkwaffenzerstörer "Karni" und "Ross", die jeweils 28 Tomahawk-Raketen an Bord haben.

Zuvor hatte das Pentagon die Behauptung Moskaus bestritten, dass Washington in der Region militärische Kräfte aufbaue. Eines der US-Kriegsschiffe, die USS "The Sullivans", verließ den Persischen Golf, nachdem Medien über eine verstärkte US-amerikanische Militärpräsenz in der Region berichtet hatten, so Sacharowa.

Die russische Fregatte Admiral Essen griff in der Vergangenheit bereits mit Marschflugkörpern in das Kriegsgeschehen in Syrien ein. Nun wurde sie wieder vor die syrische Küste verlegt.

Während das US-Militär die Nachrichten von seiner wachsenden Präsenz in der Region zurückwies, vergaß es offenbar zu erwähnen, dass es in nur 24 Stunden Raketen bereitstellen kann, um Syrien anzugreifen. "Die Angriffsgruppe der Vereinigten Staaten, Frankreichs und Großbritanniens besteht derzeit aus Flugzeugen, strategischen und taktischen Flugzeugen auf Stützpunkten in Jordanien, Kuwait und Kreta", sagte Sacharowa.

Washington hatte zuvor bereits gewarnt, auf einen Chemiewaffeneinsatz seitens der syrischen Regierung mit Vergeltungsschlägen zu reagieren, die stärker ausfallen würden als die vom April. Damals griffen die USA, Großbritannien und Frankreich nach einem angeblichen Chemiewaffeneinsatz in Duma syrische Einrichtungen an. Die Weißhelme spielten auch damals bei der mutmaßlichen Inszenierung des Chemiewaffeneinsatzes bereits eine Schlüsselrolle.

Alarmiert von den westlichen Drohungen und durch Hinweise auf die Vorbereitung eines Chemiewaffenangriffs unter falscher Flagge, zog Russland in den letzten Tagen seine Seestreitkräfte in der Region zusammen. Inzwischen sollen sich mindestens 17 russische Kriegsschiffe im östlichen Mittelmeer befinden, was die größte Konzentration von Marinekräften Russlands im östlichen Mittelmeer seit Beginn des Syrien-Krieges wäre.

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