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Nach Massaker an Jesiden: Vereinte Nationen tragen Informationen zu IS-Verbrechen im Irak zusammen

Nach Massaker an Jesiden: Vereinte Nationen tragen Informationen zu IS-Verbrechen im Irak zusammen
Jesiden auf der Flucht, nahe Erbil, Irak, 10. August 2014.
Sonderermittler der Vereinten Nationen tragen Beweise zu den IS-Verbrechen an den Jesiden im Irak zusammen. Man hofft, dass so eine Anklage gegen die Terroristen möglich wird. 2014 tötete und verschleppte der IS innerhalb weniger Tage mindestens 10.000 Jesiden.

An diesem 20. August, so ein Brief des UN-Generalsekretärs António Guterres an den Sicherheitsrat, haben die Ermittler damit begonnen, Dokumente über die Verbrechen des IS im Irak zusammenzutragen. Die Ermittlergruppe wird von dem britischen Menschenrechtsanwalt Karim Asad Ahmad Khan geleitet. 

Amal Clooney, Anwältin und Ehefrau des Hollywood-Schauspielers George Clooney, hatte sich für die Untersuchung eingesetzt. Sie repräsentiert die jesidischen Mädchen und Frauen, die durch die IS-Terroristen beginnend mit dem August 2014 aus dem irakischen Sindschar entführt, missbraucht und gefoltert wurden. 

Innerhalb weniger Tage tötete und verschleppte der IS 10.000 Mitglieder der ethnischen Minderheit der Jesiden im Irak. Frauen und Mädchen wurden zu Sex-Sklavinnen der Terroristen. Über 3.000 wurden hingerichtet. Viele starben an Hunger und Durst während der Flucht. 

Nach der UN-Resolution werden alle Zeugenaussagen und Beweise gesammelt, damit es zu Anklagen vor Gericht kommen kann. Die Vereinten Nationen sehen das Massaker an den Jesiden als Völkermord an. Es wird geschätzt, dass der IS noch über 30.000 Kämpfer in Syrien und dem Irak verfügt. Bei Verhandlungen gegen IS-Terroristen im Irak bleiben Verbrechen wie Vergewaltigung und Versklavung zum Sex bisher unerwähnt. 

Ashwaq Haji Hamid ist heute 19 Jahre alt, Jesidin und überlebte die Gefangenschaft beim IS. In Deutschland hoffte sie auf einen Neubeginn, bis ihr der frühere Peiniger in Stuttgart auf der Straße begegnete. Aus Angst - und ohne Schutz und Hilfe durch deutsche Behörden - floh sie zurück in den Irak. 

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