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Facebook und Twitter entdecken neues Zensur-Feld: Angebliche Propaganda-Bots aus dem Iran

Facebook und Twitter entdecken neues Zensur-Feld: Angebliche Propaganda-Bots aus dem Iran
Screenshot einer Facebook-Seite für das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, 17. September 2013.
Die Nachrichten über gelöschte Social Media-Konten, die russischen Bots zugeschrieben werden, sind bekannt. Jetzt entdecken Facebook und Twitter, ganz im Sinne der US-Aktionsgruppe, iranische Propaganda. Eine Verbindung zu russischen Hackern wurde natürlich auch gefunden.

Seit 2017 soll der Iran versucht haben, über Social Media-Plattformen wie Facebook und Twitter Einfluss zu nehmen. Die Social-Media-Giganten Facebook und Twitter blockierten daraufhin Hunderte von Nutzerkonten, welche iranische Propaganda verbreitet haben sollen. Auf Facebook waren 652 Konten, Seiten und auch Gruppen betroffen. Sie folgten damit dem Hinweis von FireEye, einem Cyber-Sicherheitsunternehmen. Diese wies auf ein Netzwerk mit dem Namen "Liberty Front Press" hin. 

Russischer Kreml-Hacker in Aktion. Diesmal hat er, weil er einfach nicht anders kann, republikanische Think-Tanks und den US-Senat ins Visier genommen...

Auf der Webseite von FireEye ist als großer Aufmacher zu lesen, man habe eine neue Bedrohung ausfindig gemacht. Die Schlagzeile lautet: "Vermutete iranische Einflussnahme aufgedeckt". 

"Iraner bedienen sich ähnlichem Muster wie russische Hacker"

In einer Erklärung des Unternehmens heißt es, dieser Angriff habe schwerpunktmäßig Menschen in den USA, Großbritannien, Lateinamerika und dem Nahen Osten ins Visier genommen: 

Die Operation nutzt ein Netzwerk unechter Nachrichtenseiten und mit Clustern verbundene Konten über mehrere soziale Medienplattformen, um politische Narrative im Einklang mit iranischen Interessen zu fördern. Diese Narrative umfassen anti-saudische, anti-israelische und pro-palästinensische Darstellungen sowie die Unterstützung bestimmter für den Iran günstiger US-Politiken, wie das Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran (JCPOA).

Die Iraner bedienten sich dabei einem ähnlichen Muster wie die russischen Hacker, so FireEye. Gerade hatte Microsoft bekannt gemacht, dass es versuchte Hackerangriffe auf den US-Senat und Think-Tanks gegeben habe, deren Ursprung in Russland liegen. Im November stehen in den USA die Halbzeitwahlen an. Diese gelten als Stimmungstest für die nächsten Präsidentschaftswahlen. Schon im Voraus war vor russischen Hackern gewarnt worden. 

Mark Zuckerberg resümierte über die gesperrten Konten: 

Da ist viel, was wir noch nicht wissen. 

Mark Zuckerberg im EU-Parlament, Brüssel, Belgien, 22. Mai 2018.

Vorgehen gegen Einflussversuche sollen jüngster Kritik gegensteuern

Vier Nachforschungen habe Facebook in diesem Zusammenhang bereits unternommen. Drei davon kamen zu dem Ergebnis, dass die versuchte Einflussnahme ihren Ursprung im Iran hatte, eine davon schlussfolgerte, sie stamme aus Russland. "Liberty Front Press" unterhielt laut Facebook 74 Seiten, 60 Konten und drei Gruppen auf Facebook, 76 Konten auf Instagram und 155.000 Follower. Für 6.000 Dollar seien Anzeigen auf Facebook geschaltet worden. 

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg war zuletzt selbst von mehreren Seiten in die Kritik geraten, nachdem die Plattform in großem Stil Nutzerdaten, Bilder und Texte ihrer Nutzer gesammelt hatte. Dem EU-Parlament musste Zuckerberg im Mai Rede und Antwort stehen. Aber auch konservative Kreise äußerten Unmut über das Gebaren des Social-Media-Giganten. US-Präsident Donald Trump wies jüngst persönlich in einer Rede auf umstrittene Sperren und Reichweitenbeschränkungen für konservative Seiten auf Facebook hin. Die "Säuberungsaktionen" gegen mögliche russische und iranische Einflussnahmen könnten dem Unternehmen nun helfen, die Kritik in den Hintergrund rücken zu lassen. 

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