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Gegen die Dollar-Waffe: Iranische Zentralbank setzt auf Yuan

Gegen die Dollar-Waffe: Iranische Zentralbank setzt auf Yuan
US-Dollar und chinesischer Yuan
Die Anzahl derjenigen Länder, die sich bei bilateralen Geschäften vom US-Dollar verabschieden, steigt. Die iranische Zentralbank gab am Montag bekannt, ihre Geschäfte fortan über den chinesischen Yuan abzuwickeln, um US-Sanktionen zu umgehen.

Als US-Präsident Donald Trump neue Sanktionen gegen den Iran erließ, warnte er vor Geschäften mit dem Iran in Dollar. Diese Geschäftspartner würden, so Trump, ebenfalls mit Sanktionen belegt werden. Die iranische Zentralbank gab heute bekannt, künftig für die Abwicklung ihrer Geschäfte auf den chinesischen Yuan zu setzen. Der iranische Rial fiel auf ein Rekordtief im Verhältnis zum Dollar und verlor rund 40 Prozent seines Wertes. 

China ist der größte Importeur von Rohöl und auch der größte Abnehmer iranischen Öls. Im letzten Jahr erwarb China fast ein Viertel der iranischen Öl-Exporte. Auch während früherer US-Sanktionen, die vor dem Abschluss des Nuklearabkommens galten, blieb China Hauptabnehmer iranischen Öls. Stephen Innes, Handelsleiter für den Raum Asien/Pazifik bei futures brokerage OANDA in Singapur: 

Es macht Sinn für den Iran, Öl mit Verträgen zu verkaufen, die eher durch den Yuan als durch den Dollar abgeschlossen werden. 

Internationale Abkommen gegen die Dollar-Waffe

Der Iran und die Türkei einigten sich im Oktober 2017 darauf, bilaterale Geschäfte nicht in Dollar, sondern in nationalen Währungen abzuwickeln. Zwischen Russland und den BRICS-Staaten (Brasil, Indien, China und Südafrika) gibt es bereits Abkommen gegen die Dollar-Waffe. Auch Nigeria setzt auf den chinesischen Yuan. Nigeria gilt durch die Öl-Exporte als Afrikas größte Wirtschaftsmacht. 

US-Dollar und chinesische Yuan-Noten sind in dieser Abbildung zu sehen.

In Ankara sagte der russische Außenminister Sergei Lawrow: 

Nicht nur mit der Türkei und dem Iran einigen wir uns und setzen bereits Zahlungen in nationalen Währungen mit der Volksrepublik China um. 

Neue Sanktionen gegen den Iran sind von den USA für November angekündigt. Diese zielen auf den Öl-Handel des Landes ab. Die US-Regierung wirft dem Iran vor, Gelder aus dem Öl-Geschäft für terroristische Aktivitäten in Nachbarländern zu verwenden. Auf einer Werbetour für Sanktionen von Repräsentanten der US-Regierung sicherten Japan und Südkorea zu, den US-Sanktionen Folge zu leisten. Während die EU noch nach einem Ausweg sucht, um ihre Unternehmen und Banken bei der Geschäftstätigkeit mit dem Iran vor Sanktionen aus Washington zu schützen, stemmen sich Moskau und Peking erfolgreich gegen das Sanktionsdiktat.

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