Inmitten der Währungskrise: Russland schlägt der Türkei Abkommen für Lira-Rubel-Handel vor

Inmitten der Währungskrise: Russland schlägt der Türkei Abkommen für Lira-Rubel-Handel vor
Moskau ist nach wie vor daran interessiert, mit Ankara über den russischen Rubel und die türkische Lira zu handeln, so der Kreml. Beide Währungen waren zuletzt gegenüber dem US-Dollar gefallen, wobei die Lira weiter jeden Tag ein neues Rekordtief erreicht.

Die Frage der Verwendung nationaler Währungen bei bilateralen Handelsoperationen ist ein Thema, das von der russischen Seite seit langem und konsequent auf verschiedenen Ebenen, auch auf der obersten Ebene, angesprochen wurde", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Das ist es, was wir in unseren bilateralen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen anstreben und was bei den bilateralen russisch-türkischen Gesprächen bisher schon immer wieder zur Sprache gekommen ist", fügte er hinzu.

Türkei verhängt Sanktionen gegen Produkte aus den USA (Symbolbild)

Die Lira fiel zeitweilig auf ein Rekordtief von 7,20 gegenüber dem US-Dollar, bevor sie am Mittwoch unter dem zunehmenden Druck der neuen US-Sanktionen auf 6,16 stieg. Nach der Festnahme des US-amerikanischen Pastors Andrew Brunson in der Türkei begann Washington zunehmend, wirtschaftlichen Druck auf Ankara auszuüben. Brunson wird beschuldigt, den gescheiterten Militärputsch 2016 unterstützt zu haben. Ihm drohen 35 Jahre in einem türkischen Gefängnis.

Die USA haben letzte Woche auch neue Sanktionen gegen Russland wegen dessen angeblicher Teilnahme an der Vergiftung des Doppelagenten Sergej Skripal verhängt. Washington weigerte sich jedoch ebenso wie die ursprünglichen britischen Urheber, Beweise für die Behauptungen über eine Verantwortung Moskaus für den Vorfall zu liefern. Im Anschluss daran fiel der russische Rubel gegenüber dem US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit 2016.

Laut Peskow habe die angespannte finanzielle und wirtschaftliche Situation in der Türkei noch zu keiner Einschränkung der Umsetzung gemeinsamer Projekte mit Russland geführt.

Ich weiß nicht, ob diese Situation die Entwicklung von Projekten beeinflussen kann. Alles läuft wie gewohnt", unterstrich Peskow gegenüber Journalisten.

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