icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Türkei will weiterhin Öl aus dem Iran kaufen: "Wir werden den USA nicht gehorchen"

Türkei will weiterhin Öl aus dem Iran kaufen: "Wir werden den USA nicht gehorchen"
Der türkische Staatspräsident sieht in dem Iran einen strategischen Partner.
Laut dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu plant die Türkei trotz US-amerikanischer Sanktionen auch weiterhin iranisches Öl zu kaufen. Der türkische Präsident Erdogan bezeichnete den Iran erstmals als "Nachbarn und strategischen Partner".

"Wir kaufen Öl aus dem Iran und wir kaufen es unter angemessenen Bedingungen", sagte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu am Dienstag und fragte: "Was ist die Alternative?" Cavusoglu's Äußerung fallen in eine Zeit der angespannten Verhältnisse zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten.

"Während wir erklären, warum wir diesen Sanktionen nicht gehorchen werden, haben wir auch zum Ausdruck gebracht, dass wir diese US-Sanktionen nicht für angemessen halten", ergänzte Cavusoglu in seiner Erklärung.

Die Trump-Administration ist seit Amtsbeginn bestrebt, den Iran zu isolieren und dem Land den Zugang zu internationalen Einnahmequellen zu entziehen. Als Begründung für das Vorgehen werden die vermeintliche Finanzierung eines Atomwaffenprogramms und Unterstützung für Terrororganisationen angeführt.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA waren stark unter Druck geraten, als die Türkei erklärte, russische Flugabwehrraketen des Typs S-400 kaufen zu wollen. Die USA drohten dem NATO-Partner daraufhin mit Sanktionen. Zudem hängt der Verkauf US-amerikanischer F-35 Kampfflugzeuge an die Türkei buchstäblich in der Luft. Ende April brachten drei republikanische Senatoren einen Gesetzesvorschlag in den US-Kongress ein. Darin fordern sie den Stopp des Deals.

Mittlerweile hat der US-Kongress die Lieferung der F-35 an die Türkei auf Eis gelegt. Eine definitive Entscheidung über das weitere Schicksal der F-35-Lieferungen werde getroffen, sobald das Pentagon mögliche Folgen des Lieferverzichts abgewogen habe, heißt es in einem Artikel in The Washington Times.

Zusätzliches Öl ins Feuer dürften Äußerungen des türkischen Präsidenten Erdogan gießen. "Die Trennung der Beziehungen zu unseren strategischen globalen Partnern, die für uns wie die USA sind, widerspricht unserem Verständnis von Souveränität. Der Iran ist sowohl unser Nachbar als auch unser strategischer Partner. Es gibt so viele Entwicklungen, die auf gegenseitigem Nutzen beruhen", sagte Erdogan den Pressevertretern in Ankara, bevor er sich auf den Weg nach Südafrika machte.

Mehr zum Thema - USA wollen Luftwaffe und Armee zusammenarbeiten lassen, um russisches S-400-System zu übertrumpfen

Erdoğan wird dort an dem von Mittwoch bis Freitag stattfindenden Gipfel der BRICS-Staaten teilnehmen. Er werde dort unter anderem auch die Entwicklungen in Syrien mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin diskutieren, so Erdogan.

"Die Entwicklungen in Syrien, ob in Tal Rifat oder Manbij, verlaufen nicht wie gewünscht. Die einzigen Orte, die in die gewünschte Richtung gehen, sind Afrin, Jarabulus und Al Bab.“

Erdogan sagte zudem, dass er auch über Idlib und Daraa mit Putin sprechen werde. "Hier kann jederzeit alles passieren", so der türkische Präsident.

 

 

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen