Trump droht China mit mehr als 500 Milliarden Dollar an US-Handelszöllen

Trump droht China mit mehr als 500 Milliarden Dollar an US-Handelszöllen
Donald Trump vor der Unterzeichnung eines Memorandums auf Zölle für chinesische Hightech-Produkte, Washington, USA, 22. März 2018.
US-Präsident Trump legt nach Inkraftreten der neuen Zölle in Höhe von 34 Milliarden US-Dollar auf chinesische Importe nach. Mit 500 Milliarden US-Dollar an weiteren Zöllen droht Trump, sollte China seinerseits mit zusätzlichen Zöllen auf US-Importe reagieren.

Als die US-Zölle auf chinesische Importe im Wert von 34 Milliarden US-Dollar am Freitag in Kraft traten, sagte Präsident Donald Trump, dass er zusätzliche Abgaben in Höhe von bis zu 500 Milliarden US-Dollar für chinesische Waren erwägen würde, sollte Peking sich revanchieren.

Noch vor der Erhöhung der aktuellen Tarife erklärte Trump Reportern an Bord der Air Force One auf seinem Weg nach Montana, dass weitere 16 Milliarden US-Dollar an Abgaben in zwei Wochen in Kraft treten sollen und dass möglicherweise sogar Abgaben bis zu 500 Milliarden US-Dollar drohen.

Intel-Hauptsitz, Silicon Valley, Kalifornien (Symbolbild)

34 (Milliarden Dollar), dann haben sie in zwei Wochen weitere 16 und dann, wie Sie wissen, haben wir 200 Milliarden Dollar in der Schwebe und dann, nach den 200 Milliarden Dollar, haben wir 300 Milliarden Dollar in der Schwebe. Ok? Also haben wir 50 plus 200 plus fast 300", sagte Trump und fügte hinzu: "Das betrifft nur China."

Wenige Stunden nachdem Washington 25 Prozent Handelszölle auf chinesische Waren im Wert von 34 Milliarden US-Dollar eingeführt hatte, reagierte Peking mit entsprechenden Gegenmaßnahmen auf US-amerikanische Importe. Die chinesischen Zölle sollen sich auf US-Produkte wie Sojabohnen, Meeresfrüchte und Rohöl beziehen.

China warnte, dass es zwar versprochen habe, nicht "den ersten Schuss abzugeben", nun aber gezwungen sei, "gegenzusteuern", um seine Kerninteressen zu verteidigen. Darüber hinaus hat China angekündigt, die Welthandelsorganisation (WHO) zu informieren und mit anderen Staaten zusammenzuarbeiten, um "den Freihandel und das multilaterale System gemeinsam zu sichern."

Ein Sprecher des chinesischen Ministeriums sagte, die "USA schießen sich in den Fuß und schaden der Welt" mit ihren Tariferhöhungen.

Peking hat auch der EU ein Bündnis in einem Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten angeboten und betont, dass "China und die europäischen Länder natürliche Partner sind". Die EU lehnte jedoch die Idee einer Partnerschaft in der Handelsfrage ab, wobei ein europäischer Diplomat Reuters gegenüber sagte: "China will, dass die Europäische Union mit Peking gegen Washington Partei ergreift. Das werden wir nicht tun, und das haben wir ihnen gesagt."

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