Peinlicher Lapsus: Fürs US-Außenministerium gehört Singapur noch zu Malaysia

Peinlicher Lapsus: Fürs US-Außenministerium gehört Singapur noch zu Malaysia
Vielleicht war die Sonnenbrille schuld? US-Außenminister Mike Pompeo vor dem Weißen Haus in Washington, USA, am 7. Juni 2018.
Das US-Außenministerium bewies am Rande des Gipfels zwischen Kim Jong-un und Donald Trump mangelnde Geographie- und Geschichtskenntnisse. Singapur wurde kurzerhand wieder Malaysia "angeschlossen". Ein Erfolg wurde der Gipfel dennoch.

Das US-Außenministerium scheint zu glauben, dass Singapur immer noch zu Malaysia gehört. Bei der Veröffentlichung der Abschrift eines Pressebriefings, das US-Außenminister Mike Pompeo am Montag gab, wurde der Veranstaltungsort als "JW Marriott, Singapore, Malaysia" auf der offiziellen Website des Ministeriums angegeben.

Bis Dienstagnachmittag war der Fehler noch nicht behoben. Pompeos Briefing war eine Vorschau, was die Gespräche zwischen Kim und Trump am Dienstag mit sich bringen würden. Der Chefdiplomat der US-Amerikaner bewies bei dieser Gelegenheit mangelnde Geographie- und Geschichtskenntnisse.

Singapur schloss sich zwar 1963 im Rahmen des Malaysia-Abkommens dem neu gegründeten Staat Malaysia an. Doch 1965 verließ Singapur die Föderation wieder, um eine unabhängige Republik zu gründen.

Peinlicher Lapsus: Fürs US-Außenministerium gehört Singapur noch zu Malaysia

Dem Gipfeltreffen tat der Lapsus indes keinen Abbruch. Zum Abschluss des historischen Gipfels hatten Trump und Kim nach mehr als vierstündigen Beratungen eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet. Darin erklärte der nordkoreanische Machthaber sich grundsätzlich zu einer "vollständigen" atomaren Abrüstung bereit.

Ein Zeitplan oder spezifische Schritte wurden in dem eher vagen Dokument jedoch nicht erwähnt. Trump erklärte sich im Gegenzug zu Sicherheitsgarantien bereit. Zudem bekannten Trump und Kim sich zu einem "robusten" Frieden auf der Koreanischen Halbinsel, an dem sie arbeiten wollen.

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