"Eine Menge Fortschritt": Trump und Kim wollen Vereinbarung unterzeichnen

"Eine Menge Fortschritt": Trump und Kim wollen Vereinbarung unterzeichnen
Eine historische Aufnahme: Erstmals reichen einander ein US-Präsident und ein Staatsoberhaupt Nordkoreas die Hand.
US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong-un sind bei ihrem Gipfeltreffen in Singapur offenbar ein Stück weiter gekommen. Beide wollten in Kürze eine Vereinbarung unterzeichnen, sagte Trump nach einem gemeinsamen Mittagessen.

Bei ihrem Treffen auf der Insel Sentosa in Singapur haben sich US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong-un auf die Unterzeichnung einer Vereinbarung geeinigt. Über Inhalte des Dokuments wurde zunächst nichts bekannt.

Donald Trump bei einer Pressekonferenz mit seinem japanischen Gast Shinzo Abe, Washington, USA, 7. Juni 2018.

Trump sagte nach seiner ersten Begegnung mit Kim:

Es ist besser gelaufen, als irgendjemand hätte erwarten können. Spitzenklasse.

Nach seinen Angaben brachte das Treffen "eine Menge Fortschritt". Trump nannte die Gespräche "wirklich sehr positiv". Bei den Unterredungen ging es vorrangig um die atomare Abrüstung Nordkoreas. Bei der Begrüßung des US-Präsidenten sagte Kim:

Es war nicht einfach, hierher zu kommen. Alte Praktiken und Vorurteile haben gegen uns gearbeitet. Aber wir haben sie alle überwunden. Und jetzt sind wir hier.

Außerdem erklärte Kim:

Es liegen Herausforderungen vor uns, doch wir werden mit Trump zusammenarbeiten. Wie haben alle Arten der Skepsis und Spekulationen um diesen Gipfel überwunden, und ich glaube, das ist gut für den Frieden.

Singapur gibt eigene Gedenkmünzen zum Treffen Trump-Kim heraus

Nach einem historischen Handschlag und dem ersten Zusammentreffen eines im Amt befindlichen US-Präsidenten mit einem nordkoreanischen Staatschef hatte Trump mit Kim zunächst 38 Minuten lang ohne die Unterstützung von Beratern gesprochen. Später kamen auf beiden Seiten weitere Verhandler hinzu. Darunter aufseiten der Amerikaner Außenminister Mike Pompeo, Stabschef John Kelly und Sicherheitsberater John Bolton. Auf nordkoreanischer Seite nahmen der frühere Geheimdienstchef und einflussreiche Berater General Kim Yong-chol sowie Außenminister Ri Yong-ho an den Gesprächen teil.

Eine vollständige, überprüfbare und unumkehrbare Denuklearisierung auf der Koreanischen Halbinsel ist das einzige Ergebnis, das die USA akzeptieren werden", setzte Außenminister Pompeo als Zielvorgabe. "Wenn sich die Diplomatie nicht in die richtige Richtung bewegt, werden die Sanktionen verschärft."

Mit ihrer persönlichen Begegnung im Luxushotel "Capella" wollen beide Politiker nach ihrem anfangs angespannten und teils offen feindlichen Verhältnis einen Neuanfang wagen. Es geht um eine Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel und um eine Friedenslösung zwischen den beiden koreanischen Staaten – der Kriegszustand wurde seit dem Ende des Koreakrieges im Jahr 1953 völkerrechtlich nie beendet.

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(dpa/rt deutsch)

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