BRICS-Treffen in Südafrika: China ruft zu mehr Multilateralismus und Zusammenarbeit auf

BRICS-Treffen in Südafrika: China ruft zu mehr Multilateralismus und Zusammenarbeit auf
Hochrangige Diplomaten der BRICS-Staaten haben sich in der südafrikanischen Stadt Pretoria getroffen, um die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe zu verstärken und ihr Engagement für den Multilateralismus zu bekräftigen.

Der chinesische Außenminister Wang Yi forderte die BRICS-Länder auf, ihre Zusammenarbeit zu verstärken, eine gemeinsame Entwicklung anzustreben und den Multilateralismus aufrechtzuerhalten.

Der Diplomat erkannte die konstruktive Rolle an, die die Gruppe in den letzten zehn Jahren bei der Förderung der Weltentwicklung gespielt habe, und wies darauf hin, dass die Welt heute beispiellose Veränderungen durchlaufe.

Aus dem Innenleben der Russischen Botschaft in den USA: Am Tischende vor dem Kamin sitzt Botschafter Anatoli Antonow.

Er stellte fest, dass die sich ändernden Umstände die BRICS-Länder zu einer umfassenderen strategischen Vision, mehr gemeinsamen Anstrengungen und einem stärkeren Willen zur Übernahme von Verantwortung zwingen.

Die BRICS sollten als starker Motor des globalen Wirtschaftswachstums dienen und eine nachhaltige Triebkraft darstellen. Angesichts der rasanten Entwicklung der neuen industriellen Revolution müssen die BRICS ihre Anstrengungen bei der industriellen Transformation und Modernisierung beschleunigen. Wir, die Mitgliedstaaten, müssen außerdem unsere Koordinierung in der makroökonomischen Politik verstärken, indem wir eine offene Weltwirtschaft gegen den Handelsprotektionismus aufbauen und unser gemeinsames Interesse sowie unsere Entwicklung aufrechterhalten", sagte Wang Yi.

Weiter rief er die BRICS-Länder dazu auf, so stark zusammenzuarbeiten, dass ein zweites goldenes Jahrzehnt für die Staatengruppe aufgebaut werde.

Der chinesische Spitzendiplomat betonte die Notwendigkeit, den Multilateralismus aufrechtzuerhalten, um Entwicklung und Wohlstand für die ganze Welt zu erreichen:

Der wichtigste Konsens, den wir bei diesem Treffen erreicht haben, ist unser Engagement für den Multilateralismus. Gegenwärtig werden die Weltordnung, Normen und Regeln durch Unilateralität in Frage gestellt. Unter diesen Umständen ist es notwendig, dass die BRICS-Länder eine gemeinsame Stimme erheben und eine einheitliche Position einnehmen, indem sie die UN-Charta einhalten und am Multilateralismus festhalten.

Die südafrikanische Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, Lindiwe Sisulu, schloss sich dieser Ansicht an und betonte, der Multilateralismus sei der Weg zur Erhaltung von Frieden und Entwicklung.

Indiens Premierminister Narendra Modi spricht mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping während einer Bootsfahrt auf dem See in Wuhan, China, am 28. April 2018.

Wir stehen fest zur Bedeutung und Förderung des Multilateralismus mit der UNO und ihren Organen als Zentrum. Wir wollen bei diesem Treffen die klare Botschaft aussenden, dass Multilateralismus der einzige Weg ist, um nachhaltig für Frieden und Wachstum zu sein", so Sisulu.

Die fünf Delegierten des Treffens diskutierten außerdem über den Ausbau des kulturellen und persönlichen Austausches sowie die Zusammenarbeit mit anderen Schwellen- und Entwicklungsländern.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Vorbereitung des 10. BRICS-Gipfels, der im Juli in Johannesburg stattfinden soll.

Zu den BRICS-Ländern gehören Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

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