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Poroschenko zu Besuch bei Trump: Wurden 400.000 Dollar für ein längeres Treffen bezahlt?

Poroschenko zu Besuch bei Trump: Wurden 400.000 Dollar für ein längeres Treffen bezahlt?
US-Präsident Donald Trump (r.) empfing den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko am 20. Juni 2017 im Oval Office im Weißen Haus in Washington.
Für ein längeres Treffen des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump soll laut einem Bericht des britischen TV-Senders BBC Geld an Trumps Anwalt Michael Cohen gezahlt worden sein. Beide Seiten dementieren.

Weil die ukrainischen Lobbyisten in Washington und die Botschaft der Ukraine angeblich nicht mehr als ein Fototermin mit dem US-Präsidenten Donald Trump arrangieren konnten, soll Kiew Trumps persönlichen Anwalt Michael Cohen eingeschaltet haben. Denn der ukrainische Präsident Petro Poroschenko wollte laut dem Bericht des britischen Fernsehsenders BBC unbedingt etwas, "das als Gespräche dargestellt werden konnte". Und für dieses längere Treffen sollen laut Bericht 400.000 Dollar oder umgerechnet 350.000 Euro geflossen sein. Der Sender beruft sich auf einen hochrangigen ukrainischen Geheimdienstbeamten. Sowohl Kiew als auch Michael Cohen bestreiten dies aber.

US-Präsident Donald Trump winkt vor dem Besteigen der Air Force One am 28. April 2918 auf der Joint Base Andrews in Maryland, USA.

Der Kontakt zu Cohen sei mittels eines Mitglieds des ukrainischen Parlaments zustande gekommen, das wiederum eine Verbindung zu einer jüdischen Wohltätigkeitsorganisation in New York hergestellt haben soll, die letztlich dann zu Cohen geführt habe. Dem BBC-Artikel zufolge soll Cohen daraufhin das Geld erhalten haben. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der US-Präsident von der Zahlung gewusst habe, hieß es.

Warum wollte sich Poroschenko mit Trump treffen?

Der besagte Termin der zwei Staatschefs fand demnach im vergangenen Juni im Weißen Haus statt. Dem Bericht zufolge wollte Poroschenko dieses Treffen mit Trump unbedingt, vor allem wegen der Ereignisse während des US-Wahlkampfes 2016. Denn im August 2016 veröffentlichte die New York Times ein Dokument, das zeigen soll, wie Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort Millionen von Dollar von prorussischen Interessenvertretern in der Ukraine erhält. Manafort arbeitete unter anderem als Berater für den 2014 gestürzten Ex-Präsidenten der Ukraine, Wiktor Janukowitsch, und wurde auf einer Liste "schwarzer Konten" einer prorussischen Partei in der Ukraine genannt. Infolgedessen trat Manafort im August 2016 von seinem Posten in Trumps Wahlkampfteam zurück.

Laut dem britischen Sender, der sich auf mehrere ukrainische Quellen beruft, soll Poroschenko, der fest von einem Wahlsieg der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton überzeugt gewesen sein soll, das Durchstechen dieses Dokuments autorisiert haben. Das Papier soll demnach von der Antikorruptionsbehörde der Ukraine stammen, die gegen den Lobbyisten Manafort bereits ermittelte.

So erschien Poroschenko dann erleichtert, als ihn Donald Trump im Oval Office empfing und ihm Tribut zollte, hieß es weiter im Bericht. Zuvor sollen auch russlandfreundliche Äußerungen Trumps in Kiew zur Sorge geführt haben, die USA könnten sich von Kiew distanzieren.

Kiew wies den Bericht als "Lüge, Verleumdung und Falschmeldung" zurück

Das Präsidialamt in Kiew wies die Vorwürfe als "offene Lüge, Verleumdung und Falschmeldung" zurück. Das Treffen sei allein über diplomatische Kanäle organisiert worden, berichtete die staatliche Agentur Ukrinform. Gleichzeitig forderte die Behörde ein Dementi, andernfalls würden rechtliche Schritte eingeleitet. Auch Michael Cohen bestreitet die Vorwürfe.

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