Trump: Termin und Ort für Treffen mit Kim Jong-un stehen fest

Trump: Termin und Ort für Treffen mit  Kim Jong-un stehen fest
Die Staatsoberhäupter der USA und Nordkoreas, Donald Trump und Kim Jong-un, haben sich offenbar auf einen festen Termin für ihr erstes Zusammentreffen geeinigt. Trump werde diesen in Kürze bekanntgeben, heißt es aus dem Weißen Haus.

US-Präsident Donald Trump und das Oberhaupt der "Demokratischen Volksrepublik Korea", Kim Jong-un, haben sich offenbar auf einen Termin für das historische Treffen geeinigt, das beide Staatsoberhäupter bereits seit einigen Wochen in Aussicht gestellt hatten. In Kürze, so hieß es aus dem Weißen Haus, würde Präsident Trump die Details bekanntgeben.

Während der genaue Termin noch nicht gegenüber der Öffentlichkeit verkündet wurde, hatte das Weiße Haus stets zuvor verlauten lassen, dass das Treffen zu einem späteren Zeitpunkt im Mai stattfinden könnte - sollte Nordkorea noch einige Zugeständnisse machen.

Bevor Trump am Freitag seinen Hubschrauber Marine One bestieg, erklärte er gegenüber Reportern, es habe sich "eine Menge getan" bei den Verhandlungen der USA mit Nordkorea um die Freilassung US-amerikanischer Bürger, die derzeit in Nordkorea in Gefangenschaft sitzen. Diese Frage galt bislang als Stolperstein auf dem Weg zu einem Gipfeltreffen.

Fortschritte bei Gesprächen über Freilassung inhaftierter Amerikaner

Donald Trump machte zudem deutlich, dass ein Abzug der derzeit etwa 28.000 in Südkorea stationierten US-amerikanischen Soldaten "nicht auf der Tagesordnung" stehe. US-Verteidigungsminister James Mattis zufolge werde die weitere Präsenz der US-Truppen auf der Halbinsel jedoch während des Treffens Trumps mit Kim diskutiert.

Im Vorfeld des Treffens hatte sich Kim Jong-un überraschend zu einer dauerhaften Einstellung seines Nuklearwaffenprogramms bereiterklärt. Kim erklärte auch jüngst gegenüber dem chinesischen Außenminister Wang Yi:

Die Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel ist eine gefestigte Position vonseiten Nordkoreas."

Im Vormonat hatten Kim Jong-un und sein südkoreanischer Amtskollege Moon Jae-in ein erstes Treffen der Staatschefs beider Teilstaaten seit mehr als einem Jahrzehnt abgehalten und sich in weiterer Folge zu einem Ende des Koreakrieges bekannt, der sich seit 1953 im Stadium eines permanenten Waffenstillstands befand. Es war auch das erste Mal seit 1953, dass ein nordkoreanischer Führer die mit schwerer Militärpräsenz geschützte Grenze zu Südkorea überschritt.

Blick auf einen Straßenzug im libyschen Sirte nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Truppen der Übergangsregierung und Gaddafi-treuen Kämpfern am 18. Oktober 2011

"Kein Krieg mehr auf der Koreanischen Halbinsel"

Kim und Moon bekannten sich dazu, die militärischen Spannungen abzubauen, die befestigte Grenze in eine "Friedenszone" umzuwandeln und multilaterale Gespräche mit anderen Staaten wie den USA und der Volksrepublik China zu suchen. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es:

Es wird keinen Krieg mehr geben auf der Koreanischen Halbinsel, und eine neue Ära des Friedens hat begonnen."

Im Anschluss an die Friedenserklärung begannen südkoreanische Truppen mit dem Abbau von Lautsprechern, von denen aus Südkorea den Norden über die Demilitarisierte Zone (DMZ) hinweg mit Propagandabotschaften und K-Pop beschallt hatte. Kim Jong-un versprach die Schließung seines nach mehreren Erdstößen beschädigten Atomtestgeländes, und beide Führer kamen überein, die Zeitzonen in ihren Ländern noch im Laufe dieses Monats anzugleichen.

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