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US-Vertreter dringen ins russische Konsulat in Seattle ein: Moskau spricht von "Raubüberfall"

US-Vertreter dringen ins russische Konsulat in Seattle ein: Moskau spricht von "Raubüberfall"
Russische Botschaft in Seattle, USA.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Sputnik haben Vertreter der US-Regierung versucht, in die geschlossene Residenz des russischen Generalkonsuls in Seattle einzudringen. Das russische Außenministerium spricht von einem "Raubüberfall".

US-Vertreter seien auf das Gelände der Residenz eingedrungen und hätten versucht, das Gebäude zu betreten, berichtete ein Sputnik-Korrespondent vor Ort. Die US-Beamten hätten dort demnach das Licht angemacht. Zuvor hätten sie eine Zeit lang versucht das Tor zur Residenzeinfahrt aufzumachen. Die Hintergründe der Aktion bleiben bislang unklar.

Die russische Botschaft in den USA bezeichnete diesen Schritt mittlerweile als einen "gravierenden Verstoß gegen das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen".

Es sei nichts anderes als ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht.

Auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa fand deutliche Worte. Sie verglich das Vorgehen der US-Regierung mit einer kriminellen Handlung.

Schauen Sie nur: Die US-Behörden haben damit begonnen, den Gebäudekomplex des russischen Generalkonsulats in Seattle zu besetzen. Es ist ein seltener Anblick — es ist ein staatlicher Raubüberfall", schrieb Sacharowa auf ihrem Facebook.

Die Entscheidung über mögliche Gegenmaßnahmen stehe noch aus. Man habe zwar eigene Diplomaten aus der Residenz abgezogen, aber keineswegs die Immunität des diplomatischen Besitzes aufgehoben, schrieb das Generalkonsulat in einer Erklärung.

Das russische Generalkonsulat in Seattle hatte seine Arbeit am 02. April eingestellt, wie es Washington im Zuge der Ausweisung russischer Diplomaten gefordert hatte. Seitdem gab es in der Residenz nur kleinere Arbeiten zur Archivierung wichtiger Unterlagen sowie zur "Konservierung" des Gebäudes.

USA: Einbruch ist legitim

Als Reaktion auf den sogenannten Skripal-Fall hatten die USA zuvor 48 russische Diplomaten und zwölf russische Mitarbeiter von UN-Einrichtungen des Landes verwiesen und das russische Konsulat in Seattle geschlossen.

Das amerikanische Außenministerium hält den Einbruch von US-Beamten in die Residenz vom russischen Generalkonsul in Seattle hingegen für eine "legitime Antwort" auf "russische Handlungen".

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Nach US-Darstellung sei diese Aktion in diesem Zusammenhang kein Einbruch gewesen, sondern auch eine "Reaktion" auf die Vergiftung des Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in England. Washington beschuldigt Moskau für diese Vergiftung — ohne gerichtsfeste Beweise.

Inwiefern der Einbruch in diplomatisches Eigentum mit der angeblichen Beteiligung an der Skripal-Vergiftung zusammenhängt, konnte das US-Außenministerium ebenfalls nicht sagen. Zudem habe man sich vergewissern wollen, dass das Gebäude wirklich geräumt worden sei, so Washington.

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