Eklat in der Modewelt: Karl Lagerfeld holt gegen #MeToo aus

Eklat in der Modewelt: Karl Lagerfeld holt gegen #MeToo aus
Karl Lagerfeld bei der Pariser Modewoche, Frankreich, 2. Oktober 2017.
Eine Organisation, die sich für Modelrechte einsetzt, will gegen Karl Lagerfeld vorgehen, nachdem dieser Models als "schmutzige Kreaturen bezeichnete". Die Aussage fiel in einem Interview, welches Lagerfeld im Rahmen von #MeToo gegenüber einem Modemagazin machte.

Sara Ziff, Gründerin der Allianz für die Rechte von Models, kritisierte den Mode-Zaren Karl Lagergeld für seine sexistischen Aussagen scharf. Das französische Modemagazin Numéro zitierte Karl Lagerfeld, der Models als "dumm, giftig" und "schmutzige Kreaturen" bezeichnete. Den Models empfahl Lagerfeld im Interview mit Numéro, sie sollten in ein Kloster eintreten, wenn sie nicht wollten, dass man ihnen an den Hosen herumzieht. 

 Karl Lagerfeld während der Pariser Modewoche, Frankreich, 3. Oktober 2017.

Von der "#MeToo-Debatte" habe er schlicht "die Nase voll". Sympathien für Harvey Weinstein hege er jedoch auch keine: 

Was mich am meisten schockiert, sind die Sternchen, die 20 Jahre gebraucht haben, um sich zu erinnern, was passiert ist. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass es keine Zeugen gibt. 

Die Vorwürfe gegen den britischen Stylisten Karl Templer wegen sexueller Belästigung, die ein Model erhob, glaube er nicht: 

Ein Mädchen beschwerte sich, er habe versucht, ihr die Hose herunterzuziehen - und er wird sofort exkommuniziert von einer Branche, die ihn bis dahin verehrt hatte. 

Zuletzt hatte Lagerfeld mit seiner Aussage, dass Flüchtlinge in Deutschland die Feinde der Juden seien, für Aufregung gesorgt. Bekannt ist Lagerfeld neben seiner Mode auch für Sprüche, wie "Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren." 

Nach dem Interview Karl Lagerfelds mit Numéro äußerten sich Frauen aus der Film- und Modewelt kritisch: 

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