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Macron rudert zurück: USA nicht langfristig in Syrien

Macron rudert zurück: USA nicht langfristig in Syrien
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat versucht, von seinen Äußerungen zurückzurudern, er hätte US-Präsident Donald Trump davon überzeugt, die US-Streitkräfte "langfristig" in Syrien zu halten. Das militärische Ziel bleibe einzig der IS, sagte er nun.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte am Sonntag während einer Fernsehdebatte nach den westlichen Raketenangriffen auf Syrien angedeutet, er hätte US-Präsident Donald Trump davon überzeugt, die US-Streitkräfte "langfristig" in Syrien zu halten. Von diesen Äußerungen musste sich Macron nach angeblich scharfer Zurechtweisung aus dem Weißen Haus jetzt wieder distanzieren, wie die Washington Postmeldet.

Demonstranten vor dem Weißen Haus in Washington am 14. April 2018.

Weniger als eine Woche, bevor Macron Washington besuchen will, musste sich Macron demnach öffentlich der Ansicht von Trump annähern, dass der "Islamische Staat" der wichtigste und einzige Gegner für die westlichen Streitkräfte in Syrien bleibt. Auf einer Pressekonferenz am Montag betonte Macron die  gemeinsame französische und US-amerikanische Strategie in Syrien. "Ich habe weder gesagt, dass die USA, noch dass Frankreich langfristig militärisch in Syrien engagiert bleiben werden", sagte er Reportern nach einem Treffen mit der neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern. "Wir haben ein militärisches Ziel in Syrien und nur eines: den Krieg gegen den IS."

Letzten Monat hatte Trump angekündigt, dass er den Rückzug der US-Truppen aus Syrien "sehr bald" plane, schien dann aber wieder davon abgekommen zu sein, nachdem "Berater" diese Entscheidung kritisiert hatten. Regierungssprecherin Sarah Sanders hatte dagegen am Sonntagabend in Washington nochmals klargestellt: "Die US-Mission in Syrien hat sich nicht geändert. Der Präsident hat sehr klar gemacht, dass er die US-Truppen so schnell wie möglich nach Hause holen will."

Macron hat seine umstrittenen Kommentare zu Syrien während eines TV-Interviews am Sonntag abgegeben: "Vor zehn Tagen sagte Präsident Trump, die Vereinigten Staaten würden sich aus Syrien zurückziehen", sagte Macon gegenüber den Journalisten Jean-Jacques Bourdin vom französischen BFM-TV und Edwy Plenel von Mediapart. "Wir überzeugten ihn, dass es notwendig ist, dort langfristig zu bleiben", so Macron.

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