Russland weist OPCW-Bericht zurück

Russland weist OPCW-Bericht zurück
Die Sprecherin des russischen Außenminsiteriums Maria Sacharowa
Russland hat die Ergebnisse der Chemiewaffenexperten zum Fall des vergifteten Ex-Agenten Sergej Skripal zurückgewiesen. Wichtige Fragen würden darin nicht beantwortet. Dennoch sei man zur Zusammenarbeit mit der OPCW bereit.

Russland akzeptiere keinerlei Ermittlungsergebnisse, solange Moskau keinen Zugang zu den Untersuchungen Großbritanniens und der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) erhalte, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, Agenturen zufolge am Donnerstag.

In dem OPCW-Bericht gebe es keine Hinweise darauf, wie, wo und unter welchen Umständen Proben genommen wurden, kritisierte Sacharowa. Dies werfe bei russischen Experten Fragen auf. Sie bekräftigte aber Russlands Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

Polizeibeamte bereiten die Ausrüstung vor, während die Inspektoren der OPCW (Prohibition of Chemical Weapons) am Ort des Vorfalls rund um den ehemaligen russischen Agenten Sergej Skripal in Salisbury ihre Arbeit aufnehmen.

In dem am Donnerstag veröffentlichten OPCW-Bericht werden weder Russland noch der Name des Giftes erwähnt. Dort heißt es lediglich:

Der Name und die Struktur der identifizierten toxischen Chemikalie werden nur in dem vollständig klassifizierten Bericht des Sekretariats genannt, der lediglich den Vertragsstaaten zur Verfügung steht.

Erste Meldungen in fast allen deutschen Mainstream-Medien hingegen interpretierten die Angaben im OPCW-Bericht als Schuldzuweisung an die Adresse Moskaus.

Die OPCW-Experten lieferten jedoch keinerlei Hinweise auf mögliche Täter oder Drahtzieher im Fall Skripal.

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