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NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg: Wir sind um bessere Beziehungen mit Russland bemüht

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg: Wir sind um bessere Beziehungen mit Russland bemüht
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, Ottawa, Kanada, 4. April 2018.
Am Mittwoch hat der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg gesagt, das Militärbündnis versuche nicht, Russland zu isolieren. Man habe lediglich nach der Skripal-Affäre seiner Unzufriedenheit mit Russland Ausdruck verliehen und bemühe sich auch weiterhin um bessere Beziehungen zu Moskau.

Im Zuge der Skripal-Affäre, für die es keine Beweise gibt, wurden mehr als Hundert russische Diplomaten aus westlichen Ländern verwiesen. Die NATO entließ sieben russische Diplomaten aus der diplomatischen Mission. Die maximale Größe der russischen Delegation beschnitt die NATO auf 20, zuvor waren es 30. Dennoch bemühe man sich um bessere Beziehungen. 

An der Universität von Ottawa äußerte sich Jens Stoltenberg am Mittwoch zu den angeschlagenen Beziehungen mit Russland: 

Wir sind weiterhin um bessere Beziehungen mit Russland bemüht, denn Russland ist unser Nachbar, Russland ist dort, um zu bleiben. Wir zielen nicht darauf ab, Russland zu isolieren. 

Die NATO sei aber wegen der Ukraine-Krise und Syrien besorgt: 

Dies ist der Grund, warum NATO-Alliierte auf die Art reagiert haben, wie sie es nach dem Angriff in Salisbury taten. Weil dies kein Einzelfall ist. Es ist ein Angriff, der vor dem Hintergrund eines Hass-Musters stattfand, welches wir über viele Jahre hinweg von Russland kommend beobachteten. 

Schon im Jahr 2014 stellte die NATO jedwede zivile und militärische Kooperation mit Russland ein. Diesen Schritt begründete sie mit der Ukraine-Krise. Bei einem Treffen mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau verurteilte dieser Russland für die Verbreitung von "Propaganda". Kanada hat rund 450 Soldaten in Lettland stationiert. Trudeau signalisierte auch seine Offenheit bezüglich weiterer Sanktionen gegen Russland. Kanada verwies vier Diplomaten Moskaus des Landes. 

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