Treffen von Putin und Erdogan in Ankara: S-400-Luftabwehrsystem und Syrien auf der Agenda

Treffen von Putin und Erdogan in Ankara: S-400-Luftabwehrsystem und Syrien auf der Agenda
Allein 2017 gab es acht Treffen und mehr als zwanzig Telefonate zwischen Wladimir Putin (l.) und Recep Tayyip Erdogan.
Einen Tag vor dem Syrien-Gipfel in Ankara findet heute in der türkischen Hauptstadt ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan statt. Themen sind unter anderem die Lage in Syrien.

Der russische Präsident Wladimir Putin trifft sich am heutigen Dienstag mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan in Ankara. Dies ist der erste Auslandsbesuch Putins nach seiner Wiederwahl zum Präsidenten der Russischen Föderation am 18. März.

Neben dem russisch-türkischen Gipfel wird Putin auch an den russisch-türkisch-iranischen Dreiergesprächen am Mittwoch in Ankara teilnehmen. Erdogan, Putin und ihr iranischer Amtskollege Hassan Ruhani wollen darüber beraten, wie der seit 2011 tobende Krieg in Syrien beendet werden kann.

Gespräche über Atomkraftwerk Akkuyu und S-400-Flugabwehrsysteme

Ein Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, sagte am Vorabend des Türkei-Besuchs, eine repräsentative Delegation von russischen Regierungsvertretern und Führungskräften großer Unternehmen werde Putin begleiten. Punkt eins auf der Besuchsagenda des russischen Staatschefs ist eine gemeinsame Videoverbindung mit dem türkischen Staatschef zur Grundsteinlegung des geplanten Atomkraftwerks Akkuyu in der südtürkischen Stadt Mersin.

Das Projekt soll insgesamt 20 Milliarden Dollar kosten. Die russische Seite finanziert alle Bauarbeiten. Gemäß einer zwischenstaatlichen Vereinbarung werden russische Unternehmen nicht weniger als 51 Prozent der Anteile an der Anlage besitzen und weitere 49 Prozent können an ausländische Investoren verkauft werden.

Im Anschluss an die Videokonferenz wollen Putin und Erdogan einen Tag vor dem Gipfeltreffen in Ankara über den Krieg in Syrien bilateral beraten. Zudem sollen auch andere regionale und internationale Probleme aufgegriffen werden. Die geplanten Lieferungen von S-400-Flugabwehrsystemen Russlands an die Türkei sollen ebenfalls ein wichtiges Thema der Gespräche sein. Moskau bemüht sich, die Lieferungen der Systeme an Ankara vor 2020 abzuschließen. 

Mehr zum ThemaSyrien-Gespräche: "Schritte in Richtung freier Wahlen sowie Sicherheit und Stabilität in Syrien"

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen