Gleich zwei Fußfesseln für Manafort - Trumps Ex-Wahlkampfleiter juristisch weiter unter Druck

Gleich zwei Fußfesseln für Manafort - Trumps Ex-Wahlkampfleiter juristisch weiter unter Druck
Paul Manafort (r.) kommt aus dem Gericht in Alexandria - ein Troll bezeichnet ihn als "Verräter".
Der Ex-Wahlkampfmanager von US-Präsident Trump, Paul Manafort, wird weiter juristisch unter Druck gesetzt. Ein Gericht verfügte, dass er eine zweite Fußfessel tragen muss. Der Verfolgungseifer gilt mutmaßlich Trump und seiner angeblichen Russland-Connection.

Der ehemalige Leiter der Wahlkampagne von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, muss jetzt sogar zwei Fußfesseln tragen, nachdem er sich angesichts von Betrugsvorwürfen nicht schuldig bekannt hat, berichtet die Daily Mail

Manafort erschien am letzten Donnerstag vor einem Gericht in Alexandria/Virginia, um neue Vorwürfe zurückzuweisen, die Sonderermittler Robert Mueller zuvor erhoben hatte. Daraufhin wurde er den Angaben zufolge verpflichtet, eine zweite Fußfessel zu tragen.

Greifbarer Verdacht gegen Manafort nur bei Vermögensdelikten

Manafort musste bereits vorher ein solches elektronisches Gerät zur permanenten Feststellung seines Aufenthaltsortes tragen, da ihm ein weiteres Gericht in Washington, D.C. in einem anderen Fall unter anderem Geldwäsche vorwirft.

Paul Manafort in Washington, USA, 30. Oktober 2017.

Manafort wird sich voraussichtlich im Juli in einem ersten von zwei Prozessen verantworten. Die Vorwürfe lauten laut Daily Mail auf Bankbetrug, Archivierung einer falschen Steuererklärung und Geldwäsche.

"Russiagate" wird weiter künstlich beatmet

Sonderermittler Mueller untersucht trotz aller bisheriger Sackgassen weiterhin eine angebliche russische Einmischung in die letzten US-Wahlen und im Zusammenhang damit auch mutmaßliche Behinderungen der Justiz und angebliche Finanzdelikte durch Manafort und andere. 

Manafort steht unter zunehmendem Druck, nachdem sich sein ehemaliger Geschäftspartner Rick Gates selbst der Lüge und der "Verschwörung" bezichtigt hat, wie die Daily Mail weiter schreibt. Sowohl Präsident Trump als auch Russland haben den Vorwurf der russischen Einmischung in die letzten US-Wahlen immer wieder zurückgewiesen. Beobachter vermuten, dass die Attacken auf Manafort eigentlich auf Donald Trump zielen.

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