Sigmar Gabriel zur Skripal-Affäre: "Wie ganz schlechte James-Bond-Filme" (Video)

Sigmar Gabriel zur Skripal-Affäre: "Wie ganz schlechte James-Bond-Filme" (Video)
Der deutsche Außenminister a.D. Sigmar Gabriel bei seinem Auftritt am 15. März im Hotel Adlon anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Deutsch-Russischen Forums.
Bei seinem ersten Auftritt als Außenminister a.D. plädierte Sigmar Gabriel für Zurückhaltung bei gegenseitigen Anschuldigungen in der diplomatischen Krise zwischen Großbritannien und Russland. Vor allem mahnte er die Wahrung des rechtsstaatlichen Prinzips der Unschuldsvermutung an.

Der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat sich in seiner ersten öffentlichen Rede nach seinem Ausscheiden vor dem Deutsch-Russischen Forum von der offiziellen Haltung der Bundesrepublik zum aktuellen Skandal um den mutmaßlichen Giftgasanschlag im britischen Salisbury distanziert. Diese hatte sich bedingungslos den haltlosen Anschuldigungen der britischen Regierung gegen Russland angeschlossen. Großbritannien zufolge gebe es keine andere Erklärung, als dass Russland hinter den Anschlägen stecke. Das Nervengas etwa, das für den Anschlag verwendet wurde, stamme aus sowjetischer Produktion, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands und der USA. 

Gabriel kritisierte die Eskalationsspirale gegenseitiger Anschuldigungen zwischen Großbritannien und Russland und rief dazu auf, in der aktuellen Ermittlung zu dem Fall nach dem rechtsstaatlichen Prinzip der Unschuldsvermutung vorzugehen. Zudem mahnte er die Streitparteien, die Frage des Ursprungs des Gifts im Rahmen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu klären. 

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