icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Nowitschok als Serienheld: Britische TV-Produktion thematisierte das Gift bereits im Jahr 2017

Nowitschok als Serienheld: Britische TV-Produktion thematisierte das Gift bereits im Jahr 2017
Szene aus "Goldfinger": Die Farce um den mutmaßlichen Gift-Anschlag in Salisbury trägt Züge eines Agententhrillers - leider ist er in der Realität nicht so stilvoll wie bei James Bond, wo mit Gold getötet wird.
In der TV-Serie "Strike Back: Retribution" aus dem Jahr 2017 hat das mutmaßlich im britischen Salisbury eingesetzte Gift Nowitschok eine zentrale Rolle gespielt. In der Action-Produktion gelangt die von Russen produzierte Substanz in die Hände islamistischer Terroristen.

Für viele Briten ist die aktuelle Medien-Farce um den angeblichen Giftgas-Anschlag in Salisbury nicht die erste Begegnung mit dem nun vielzitierten Giftstoff Nowitschok: In der im Jahr 2017 von Sky produzierten sechsten Staffel der Serie "Strike Back" hat die beinharte britische Elitetruppe "Section 20" die Aufgabe, einen flüchtigen Islamisten zu fassen, der mit dem potenten Giftstoff Anschläge verüben will.

Der eigentliche Bösewicht der Geschichte aber ist Karim Markov, ein russisch-tschetschenischer Wissenschaftler, der erst seine Kollegen mit dem von ihm entwickelten Nowitschok vergiftet und es dann verhökern will, etwa an den Islamisten Omair. Oder an Milos Borisovich, einen weißrussischen Drogen-Dealer, der wiederum mit Rechtsextremen zusammenarbeitet. 

In diesen Tagen schließt sich so der Kreis zwischen harmlos erscheinendem TV-Action-Quatsch und einem hysterischen und beschämenden Polit-Schauspiel, das seit dem mutmaßlichen Nowitschok-Anschlag auf den russisch-britischen Doppelagenten Sergej Skripal aufgeführt wird: Die jetzige Propaganda der britischen Regierung kann nahtlos an die Vorbereitung durch die Unterhaltungsindustrie andocken. 

Denn die Serie beinhaltet ungefähr die Mischung, die uns aktuell aus den Nachrichten entgegenschlägt: Ein russischer "Autokrat", der angeblich Rassisten in Europa fördert, attackiert "uns" mit seiner teuflischen Substanz. In der TV-Version der Geschichte fehlt nur der bedeutungslose Doppelagent, für dessen aufsehenerregenden Tod ein russischer Präsident den Weltfrieden und seine Wiederwahl aus Spiel setzt – das war den Drehbuchautoren dann wohl doch zu verrückt. 

Mehr zum Thema -Skripal-Saga geht weiter: Nowitschok und die toxischen Fragen über eine Chemikalie

Trends: # Skripal-Affäre

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen