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"Schlechte Hygiene": Warum Assange die ecuadorianische Botschaft wirklich verlassen soll

"Schlechte Hygiene": Warum Assange die ecuadorianische Botschaft wirklich verlassen soll
Julian Assange vergangene Woche auf dem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London.
Jüngst verlieh Ecuador dem seit über fünf Jahren in dessen Londoner Botschaft festsitzenden WikiLeaks-Gründers Julian Assange die Staatsbürgerschaft. Grund sei aber nicht die Politik, sondern Assanges mangelnde Hygiene gewesen. Dies behauptet die Times.

Seit über fünf Jahren genießt Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London Asyl. Vergangene Woche verlieh das lateinamerikanische Land dem WikiLeaks-Gründer sogar die Staatsbürgerschaft. Dennoch kann Assange das Botschaftsgebäude nicht verlassen. Denn London lehnte den Antrag Ecuadors ab, dem gebürtigen Australier diplomatische Immunität zu verleihen.

Ohne diese droht Assange jedoch nach wie vor die Festnahme durch die britische Polizei, sollte er das Gelände der diplomatischen Vertretung verlassen. Im schlimmsten Fall könnte er dann in die USA ausgeliefert werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats droht.

Die Staatsbürgerschaft erstunken?

Die Entscheidung, den prominenten Botschaftsflüchtling einzubürgern und damit Bewegung in die verfahrene Angelegenheit zu bringen, sei aber in erster Linie nicht aus politischen Erwägungen erfolgt, berichtete die Times am Wochenende.

Wikileaks-Gründer Assange bekommt ecuadorianische Ausweisnummer

Demnach habe die mangelnde Körperpflege des unfreiwilligen Dauerbewohners den Ausschlag gegeben. Die britische Zeitung zitiert eine namentlich nicht genannte "wohl platzierte Quelle" mit den Worten: "Es scheint, als wäscht er sich nicht richtig." Mehrmals hätten sich Mitarbeiter der Botschaft über die "mangelnde Sauberkeit" des 46-Jährigen beschwert. Dessen (Nicht-)Waschverhalten sei keine neue Erscheinung.

Die Times rief in diesem Zusammenhang eine Aussage von Jérémie Zimmermann in Erinnerung, Co-Autor des Ende 2012 von Assange herausgegebenen Buches "Cypherpunks: Unsere Freiheit und die Zukunft des Internets". Zimmermann sagte im selben Jahr über Assange: "Wenn Leute aus seinem Umfeld ihn nicht zum Duschen zwingen, dann wechselt er möglicherweise tagelang nicht seine Wäsche."

Keine neuen Vorwürfe

Ähnlich hatte sich auch der einstige WikiLeaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg geäußert, der sich Ende 2010 mit der Enthüllungsplattform und ihrem Gründer überworfen hatte. In seinem im darauffolgenden Jahr erschienenen Buch "Inside Wikileaks" rechnete er mit dem vermeintlich autoritären Führungsstil des Australiers ab. Zur mangelnden Reinlichkeit seines ehemaligen Mitstreiters schrieb Domscheit-Berg:

Julian aß alles mit den Händen und wischte sich immer die Finger an der Hose ab. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine Hose gesehen, die so fettig ist wie seine.

Laut der Quelle der Times, deren Bericht breiten Widerhall in den angloamerikanischen Medien fand, habe Assanges mangelndes Hygieneverhalten wahrscheinlich den Ausschlag für den nun erfolgten Vorstoß der ecuadorianischen Behörden gegeben.

Die Botschaftsmitarbeiter werden allerdings wohl noch eine ganze Weile die Gegenwart ihres angeblich ungepflegten Mitbewohners ertragen müssen. Denn Ecuador will London nicht weiter drängen, dem WikiLeaks-Gründer diplomatische Immunität zu gewähren. Man wolle die "guten Beziehungen zum Vereinigten Königreich" nicht weiter belasten, so die ecuadorianische Außenministerin María Fernanda Espinosa.

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