US-General: US-Truppenkontingent in Afghanistan wird 2018 drastisch erhöht

US-General: US-Truppenkontingent in Afghanistan wird 2018 drastisch erhöht
Laut dem obersten US-General in Kabul sollen im neuen Jahr deutlich mehr US-amerikanische Truppen nach Afghanistan kommen. Dabei werde es eine größere Anzahl von US-Beratern sein, die von frischen Kampftruppen unterstützt werden soll.

Es sind jederzeit über Tausend Berater mit afghanischen Kräften unterwegs, erklärte General John W. Nicholson Jr. Journalisten am Sonntag und fügte hinzu:

Nächstes Jahr wird es jedoch dramatisch zunehmen.

Der neue Plan, um in einem Krieg, den die USA seit 2001 führen, doch noch die Kurve zu kriegen, schließe die Idee mit ein, mehr US-Berater mit den afghanischen Sicherheitskräften in die Schlacht zu entsenden, sagte Nicholson. Die brigadegroßen Teams "werden durch Kampfteams unterstützt, nicht nur zum Schutz unserer eigenen Truppen, sondern auch zur Unterstützung der Afghanen", unterstrich er.

Zwei Brigadekampfteams der 4. Infanteriedivision werden im Frühjahr von Fort Carson, Colorado, nach Afghanistan aufbrechen, berichtete die US-Militärzeitung Stars and Stripes. Die etwa 6.000 Soldaten werden neun Monate in Afghanistan verbringen und zwei Kampfteams der US-Streitkräfte unterstützen.

Im Augenblick befinden sich in Afghanistan ungefähr 14.000 US-Truppen, einschließlich der 3.000 Soldaten, die im September entsandt wurden, nachdem Präsident Donald Trump im August angekündigt hatte, dass er den Krieg anheizen würde, anstatt ihn abzubauen.

Mehr lesen:  Offenherziger Imperialismus: Was wirklich in Trumps Sicherheitsstrategie steht

"Unsere Truppen werden um den Sieg kämpfen", sagte Trump damals und fügte hinzu:

Meine Regierung wird dafür sorgen, dass sie, die tapferen Verteidiger des US-amerikanischen Volkes, über die notwendigen Werkzeuge und Regeln verfügen, damit diese Strategie funktioniert.

Als Teil der Strategie hat das Weiße Haus wesentliche Entscheidungsbefugnisse an militärische Befehlshaber in diesem Bereich delegiert. Im Rahmen dieser Befugnisse ordnete Nicholson im April den Einsatz der "Mutter aller Bomben" gegen militante Kräfte des Islamischen Staates an.

Der General lobte die neue Strategie von Trump als "Game Changer" und verkündete, dass sie bereits Früchte tragen würde. Vizepräsident Mike Pence behauptete letzte Woche etwas ähnliches, als er den Truppen in Afghanistan einen Überraschungsbesuch abstattete.

"Die Ergebnisse beginnen, sich im ganzen Land zu zeigen", sagte Pence nach einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani. Er wünschte den US-Truppen ein frohes Weihnachtsfest und versicherte ihnen, dass die neue "Fight-to-Win-Strategie" von Trump für Afghanistan "Früchte trägt".

Ich glaube, der Sieg ist näher als je zuvor", sagte Pence abschließend.

Mehr lesen:  Staatsduma-Vorsitzender Wolodin in Pakistan zu Anti-Terror-Konferenz

Russland warnte davor, dass während sich das Pentagon auf die Taliban konzentriert, die etwa die Hälfte des Landes kontrollieren, IS-Militaristen währenddessen ihre Präsenz ausweiten. Viele IS-Kämpfer, die aus Syrien und dem Irak geflohen sind, sind nach Afghanistan gezogen, wo sie laut Samir Kabulow, dem Leiter der Nahost-Abteilung des russischen Außenministeriums, bereits eine Stärke von 10.000 Mann erreicht haben könnten.

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen