Deutscher Rodler rutscht dank IOC noch zu Olympia - nach Sperrung weiterer elf russischer Sportler

Deutscher Rodler rutscht dank IOC noch zu Olympia - nach Sperrung weiterer elf russischer Sportler
Der deutsche Rodler Andi Langenhan erhält nachträglich Bronze, weil der russische Bronze-Sieger gesperrt wurde.
Der deutsche Rennrodler Andi Langenhan erhält nachträglich die Bronzemedaille der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, nachdem das IOC am Freitag elf russische Sportler lebenslang für Olympia sperrte.

Der deutsche Rennrodler Andi Langenhan erhält nachträglich die Bronzemedaille der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sperrte am Freitag den zweitplatzierten Albert Demtschenko und zehn weitere russische Sportler wegen Doping-Manipulationen lebenslang für Olympia. Demtschenko wurden seine zwei Silbermedaillen im Einzel und im Team bei den Winterspielen 2014 aberkannt, teilte das IOC am Freitag in Lausanne mit.

Davon profitiert nun Langenhan. Der Suhler war hinter Olympiasieger Felix Loch, Demtschenko und Armin Zöggeler aus Italien Vierter geworden und rutscht nun auf den Bronze-Rang vor. Eine weitere russische Team-Silbermedaille ging durch die Sperre gegen die Rodlerin Tatjana Iwanowa verloren.

Wegen der lebenslangen Olympia-Sperre kann Demtschenko nicht als neuer Trainer der russischen Rodler an den kommenden Winterspielen in Pyeongchang in Südkorea teilnehmen. Die anderen Sperren trafen drei Skilangläufer und jeweils zwei Eisschnellläufer, Bobfahrer und Eishockeyspielerinnen.

Der Mitteilung nach hat die IOC-Disziplinarkommission damit alle 46 nachuntersuchten Sotschi-Fälle abgeschlossen. 43 Sportlerinnen und Sportler wurden lebenslang gesperrt, in drei Fällen wurde die Akte geschlossen.

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Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat das russische NOK am 5. Dezember von den Winterspielen in Pyeongchang vom 9. bis 25. Februar ausgeschlossen. Zwar dürfen die nicht von Dopingvorwürfen betroffenen russischen Sportler in Pyeongchang an den Start gehen, aber nur unter neutraler Flagge.

Die IOC-Vorwürfe sind umstritten. Der russische Präsident Putin, der darauf verwies, dass die Sportler immerhin ihre gesamte Karriere auf die Teilnahme an solchen Ereignissen ausgelegt haben, überließ es den Sportlern, über die Teilnahme zu entscheiden. (dpa/rt deutsch)