Putin arbeitet an Gesetzentwurf zur Erweiterung des russischen Marinestützpunktes in Syrien

Putin arbeitet an Gesetzentwurf zur Erweiterung des russischen Marinestützpunktes in Syrien
Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem Unterhaus des russischen Parlaments eine Vereinbarung zur Umwandlung der Tartus-Betankungsanlage in Syrien in einen vollwertigen Marinestützpunkt vorgelegt, der in der Lage ist, atombetriebene Schiffe zu beherbergen.

Der Entwurf würde eine Laufzeit von 49 Jahren beinhalten und der russischen Marine den Zugang zu den Hoheitsgewässern und zu verschiedenen Häfen der Arabischen Republik Syrien ermöglichen. Die neu gestaltete Marinebasis Tartus könnte gleichzeitig bis zu elf Schiffe aufnehmen, darunter auch nuklear betriebene Schiffe.

In dem Dokument wird auch festgehalten, dass die militärische und technische Zusammenarbeit zwischen Russland und Syrien strikt defensiven Charakter habe und nicht auf andere Nationen abzielt.

Der ehemalige Stabschef der russischen Marine, Admiral Wiktor Krawtschenko, sagte zu Interfax, dass die erweiterte Basis insgesamt zu den "operativen Fähigkeiten" der Marine im Mittelmeer und im Nahen Osten beitragen würde. Die geplante erweiterte Marinebasis soll viel größer werden als die derzeitige Anlage, die nur für die Betankung und technische Unterstützung von Schiffen genutzt wird, so der Admiral.

Die Basis sollte sich über ein ordentliches Stück Land erstrecken, einschließlich aller notwendigen Sicherheits- und Verteidigungseinrichtungen. Die Basis kann alle Arten von Schiffen, bis hin zu Raketenkreuzern, aufnehmen, was ihnen erlauben wird, alle Vorräte wieder aufzufüllen und der Besatzung etwas Ruhe zu geben", unterstrich Krawtschenko.

Zuvor hatte Interfax eine ungenannte "Informationsquelle" zitiert, die behauptet hatte, dass Russland zwei neue Piers in Tartus bauen wolle, die große Schiffe aufnehmen sowie einen Komplex von Wohn- und Bürogebäuden beherbergen würden.

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Der Duma-Abgeordnete Dmitry Belik erklärte gegenüber RIA Nowosti, dass die russische Marinegruppe, die derzeit an der Küste Syriens stationiert ist, ihre derzeitige Stärke von über zehn Kampfschiffen und Unterstützungsschiffen beibehalten würde.

Russische Schiffe bilden eine See-Vorderfront, die für die Bekämpfung des internationalen Terrorismus geschaffen wurde. Wir können nicht ausschließen, dass IS-Terroristen versuchen werden, eine Landeoperation durchzuführen, und in einer solchen Situation bleibt die russische Marine ein mächtiger Eindämmungsfaktor. Deshalb werden die Schiffe als Teil einer ständigen Kampfgruppe im Mittelmeer bleiben", unterstrich Belik.

Zu Beginn dieser Woche besuchte Präsident Putin den Luftwaffenstützpunkt im syrischen Hmeimim und ordnete den Rückzug eines "bedeutenden Teils" des russischen Militärkontingents an. Der Befehl folgte nach der Niederlage "der kampferprobtesten Gruppierung internationaler Terroristen" durch die syrische Armee, die von der russischen Luftwaffe innerhalb von zwei Jahren unterstützt wurde, so der russische Präsident.

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