NATO-Propaganda mit Angelina Jolie: "Nato muss oberster Beschützer der Rechte der Frauen sein"

NATO-Propaganda mit Angelina Jolie: "Nato muss oberster Beschützer der Rechte der Frauen sein"
Symbolbild: Angelina Jolie bei einem Auftritt mit Angehörigen der britischen Armee in London
Die UN-Charta setzt die Gleichberechtigung und die Würde der Frauen fest. Die NATO könne und müsse eine Führungsrolle zum Schutz der Frau einnehmen, so Hollywoodstar Angelina Jolie in einer gemeinsamen Stellungnahme mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Die NATO als Schutzmacht der Frauen. Im Krieg werde sexuelle Gewalt als taktische Kriegsführung eingesetzt. Jolie nennt hier Konflikte in Myanmar und der Ukraine, Syrien und Somalia: 

Obwohl durch das internationale Gesetz verboten, wird sexuelle Gewalt als Kriegstaktik in zahlreichen Konflikten von Myanmar zur Ukraine und Syrien bis Somalia eingesetzt. 

Es sei heute gefährlicher eine Frau im Kriegsgebiet zu sein als ein Soldat, so die Hollywoodschauspielerin und Regisseurin Angelina Jolie. Durch die Darstellung Lara Crofts in der Videospieladaption "Tomb Raider" erlangte sie internationale Bekanntheit. Neben Schauspiel, Drehbuch und Regie ist sie Sondergesandte des UN-Flüchtlingskomissars und Mitglied des Council on Foreign Relations. 

Von der NATO-Allianz sagt Jolie in einem gemeinsamen Gastbeitrag mit dem NATO-Generalsekretär Stoltenberg in der in der Springer-Tageszeitung Welt:

Seit nunmehr fast 70 Jahren steht die Nato für eine gemeinschaftliche Verteidigung gegen militärische Bedrohungen [...] die Verteidigung der Demokratie, der individuellen Freiheit und der Rechtsstaatlichkeit.

Wir glauben, dass die Nato die Verantwortung trägt und auch die Möglichkeit hat, als oberster Beschützer der Rechte der Frauen aufzutreten.

Wie Angelina Jolie gemeinsam mit dem NATO-Chef die ideale Frauenschutzmacht formen will, beschreibt sie im weiteren Verlauf in fünf detaillierten Punkten: 

  1. NATO verpflichtet sich zur Integration von Geschlechterfragen in ihre Strategie. Frauen im Militär werden gefördert.
  2. Die NATO soll in Partnerländern zur Geschlechtergleichheit in den dortigen Truppen beitragen. Ausbildungsprogramme sollen vor sexueller Gewalt schützen. 
  3. Das Personal muss geschult werden zu erkennen, wie Frauen und Mädchen in Kriegsgebieten beeinträchtigt werden. 
  4. Die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden zur Aufklärung über Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen, wie es sie in Afghanistan bereits gibt, soll die NATO weiter ausweiten. 
  5. NATO-Befehlshaber sind nun verpflichtet über sexuelle Gewalt zu berichten. 

Abschließend halten Jolie und Stoltenberg fest:

Es ist eine Schande für die Menschheit, dass Gewalt gegen Frauen, ob in friedlichen Gesellschaften oder Zeiten des Krieges, lange als zu vernachlässigendes Verbrechen angesehen wurde. Nun besteht endlich Hoffnung, dass wir daran etwas ändern können. Wir schulden es uns selbst – Männern und Frauen gleichermaßen – und zukünftigen Generationen.

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen