General der Revolutionsgarde: Iran kann Raketenreichweite erhöhen,sollte Europa zur Bedrohung werden

General der Revolutionsgarde: Iran kann Raketenreichweite erhöhen,sollte Europa zur Bedrohung werden
Eine iranische Fateh Rakete
Der stellvertretende Leiter der iranischen Revolutionsgarden warnte, dass die Raketenreichweite auf mehr als 2.000 Kilometer erhöht werden könne, sollte Europa zur Bedrohung werden. Derzeit sei diese Bedrohung nicht gegeben und die Reichweite eingeschränkt.

Europa stelle keine Bedrohung für den Iran dar, aber für den Fall, dass es sich mit den USA und Israel verbündet und zu einer Bedrohung wird, verfügt Teheran über genügend technische Fähigkeiten, um die Reichweite seiner Raketen zu erhöhen, warnte der Kommandant der iranischen Revolutionsgarden.

Bisher haben wir das Gefühl, dass Europa keine Bedrohung darstellt, und deshalb haben wir die Reichweite unserer Raketen nicht erhöht. Aber wenn Europa zu einer Bedrohung werden will, werden wir die Reichweite unserer Raketen erhöhen."

Sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Europäische Union und das zionistische Regime sind bestrebt, uns zu entwaffnen", so Brigadegeneral Hossein Salami, der Stellvertreter des Islamischen Revolutionsgardekorps, am Samstag.

Wenn wir die Reichweite unserer Raketen auf 2.000 Kilometer gehalten haben, dann liegt das nicht am Mangel an Technologie... Wir folgen einer strategischen Doktrin."

Im Oktober hatte der Chef der iranischen Revolutionsgarde, Generalmajor Mohammad Ali Jafari, bekanntgegeben, dass das Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei das Raketenprogramm des Landes auf eine Reichweite von 2.000 Kilometer eingeschränkt hat, womit der Iran "die meisten amerikanischen Interessen und Kräfte" innerhalb der Region abdecken könne. Jafari fügte hinzu, dass diese potenziell erhöht werden kann.

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Die Äußerungen am Samstag waren eine Reaktion auf die Erwägung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der Anfang des Monats vorgeschlagen hatte, das Atomabkommen mit dem Iran zu ändern, um die Entwicklung ballistischer Raketen abzudecken.

Blick auf die israelische Anlage zum Bau von Atomwaffen in der Negev-Wüste, Dimona, Israel.

Der Gemeinsame Umfassende Aktionsplan 2015 (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA), der zwischen Teheran und sechs großen Weltmächten unterzeichnet wurde, deckt das iranische Nuklearprogramm ab, nicht aber das immer ausgefeiltere Arsenal an ballistischen Raketen. Das ist es, was Israel, die USA und Frankreich betrifft. Paris ist angeblich beunruhigt über die Soumar-Langstreckenrakete, die angeblich 3.000 Kilometer weit weg von der Stadt fliegen kann und Europa und Israel in Reichweite bringt.

Die Frage des iranischen Raketenprogramms steht seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Fadenkreuz der amerikanischen Regierung. Trump verkündete im Oktober, der US-Kongress habe 60 Tage Zeit, das Atomabkommen mit dem Iran neu zu bewerten.

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Die Spannungen über das iranische Raketenprogramm wurden in diesem Monat noch verschärft, als Saudi-Arabien dem Iran vorwarf, Raketentechnologie an Länder in der Region, darunter Jemen, zu liefern und nachdem Anfang November eine ballistische Rakete aus dem Jemen in Richtung Riad abgefeuert wurde. Teheran hat die Anschuldigungen bezüglich der Lieferung von Waffen zurückgewiesen und wiederholt erklärt, dass eine Revision des von der Uno unterstützten Atomabkommens außer Frage steht.