Peking entwickelt neuen H-20-Bomber - Reichweite bis US-Territorium

Peking entwickelt neuen H-20-Bomber - Reichweite bis US-Territorium
Chinesischer H-6 Bomber (Symbolbild).
China arbeitet seit Jahren an einem neuen schweren strategische Bomber. Laut der Asia Times könnte Peking mit der neuen Maschine bis an die Westküste der USA fliegen und diese gegebenenfalls mit Raketen unter Beschuss nehmen.

Die Entwicklung von Chinas neuem schweren strategischen Bomber, der als H-20 codiert wird, geht seit fünf Jahren in Folge weiter, wobei das mechanische Masterdesign als abgeschlossen gilt. Darüber schreibt die Zeitung Asia Times.

Peking möchte, dass seine H-20 in der Lage ist, nahe der Westküste der Vereinigten Staaten zu fliegen und von dort aus konventionelle oder nukleare Marschflugkörper gegen US-Ziele abzufeuern.

Chinesischer Panzer

So muss die H-20 einen riesigen Sprung vorwärts gemacht haben, wenn man sie mit der derzeit von der chinesischen Volksbefreiungsarmee betriebenen Flotte der H-6-Bomber vergleicht, deren voluminöser Flugkörper und begrenzte Reichweite einen großen Nachteil für ihre Schlagkraft darstellen.

Analysten sagen, dass der Aktionsradius der H-20 5.000 Kilometer erreichen und gleichzeitig eine Nutzlastkapazität von 25-30 Tonnen haben muss, um mehrere Raketen, wie zum Beispiel die KD-20, transportieren zu können. Diese sind eine luftgestützte Variante des chinesischen CJ-10-Marschflugkörpers. Beim Erreichen der notwendigen Nutzlastkapazität der H-20 wird also der Motor eine entscheidende Determinante sein.

Die H-20 muss in der Lage sein, nahe genug an US-Territorien zu fliegen, um die für die KD-20-Raketen notwendige Reichweite zum Ziel zu erreichen, und gleichzeitig sicherstellen, dass sie nicht auf den Langstrecken-Radaren des US-Militärs erscheint. Ihr Stealth-Design sowie ihre Beschichtung sollen das gewährleisten. Für die Beschichtung wiederum könnte das Design von Chinas neuem J-20-Kampfjet, der  in diesem Jahr in Betrieb genommen wurde, eine Inspiration sein.

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Chinesische Techniker waren auch sehr daran interessiert, mehr über den sowjetischen Überschallbomber Tupolew Tu-160 Bely Lebed zu erfahren, und versuchten laut dem Kanwa Defense Review das Design des Bombers auszuspionieren, selbst nachdem Moskau alle funktionellen Tu-160 aus Sicherheitsgründen aus der Ukraine abgerufen hatte.

So wird es nicht verwundern, wenn das endgültige Design der H-20 eine gewisse Ähnlichkeit mit dem sowjetischen Bomber aufweist.

Während die H-20 dank der großzügigen Finanzierung Gestalt annimmt, sagen Analysten, dass die US-Westküste für chinesische Bomber noch zu weit entfernt sein könnte, da sie mindestens eine Luftbetankung über dem Pazifik erfordern würden und es keine Abkürzung gibt, um die USA von irgendeinem Luftstützpunkt in Ost- oder Zentralchina zu erreichen. Außerdem sei es schwierig, ein Flugzeug, das in der Luft aufgetankt wird, heimlich zu halten, so dass es anfällig dafür wäre, abgefangen zu werden.

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Russische Bomber hingegen können die viel kürzere Nordpolarroute fliegen, um die Grenzgebiete der USA zu erreichen.

Immerhin wird die H-20 in der Lage sein, US-Überseegebiete wie Hawaii, Guam und Saipan zu bombardieren.