Putin trifft Assad in Sotschi: Baldiger Sieg über Terroristen in Syrien erwartet

Putin trifft Assad in Sotschi: Baldiger Sieg über Terroristen in Syrien erwartet
Der russische Präsident Wladimir Putin sprach mit seinem syrischen Amtskollegen Baschar al-Assad in Sotschi über den politischen Prozess in Syrien. Putin kündigte das baldige erfolgreiche Ende im Kampf gegen den Terrorismus in dem krisengeschüttelten Land an.

Putin gratulierte Assad während des Treffens am 20. November in Sotschi zum erfolgreichen Verlauf seines Kampfes gegen den Terrorismus. In Russland traf Assad auch führende russische Militärs. Der russische Präsident besprach mit dem Staatsoberhaupt des Landes zudem Möglichkeiten für eine politische Lösung in Syrien. Putin erklärte, dass der politische Prozess unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen stehen sollte, und drückte seine Hoffnung aus, dass das internationale Gremium eine aktive Rolle in dem Prozess und seiner Endphase übernehmen wird.

Syriens Präsident unterstreicht Dialogbereitschaft

Assad erklärte, dass Damaskus an Fortschritten zur politischen Lösung der Krise interessiert ist und die gegenwärtige Situation in dieser Hinsicht optimistisch stimmt.

Wir begrüßen diejenigen, die wirklich an einer politischen Lösung [in Syrien] interessiert sind, und wir sind bereit, mit ihnen in einen Dialog zu treten", sagte Assad.

Symbolbild - US-Truppen erwarten Nachschublieferung

Seit Beginn der russischen Operation in Syrien im Jahr 2015 seien viele Gebiete des Landes von Terroristen befreit worden, so Assad. Syrer, die diese Gebiete wegen der terroristischen Bedrohung verlassen mussten, konnten nach Hause zurückkehren.

Wladimir Putin sagte, dass die Gespräche in der kasachischen Hauptstadt Astana wesentlich zur Beilegung des Konflikts beigetragen haben:

Durch die Astana-Gespräche ist es uns gelungen, Deeskalationszonen zu schaffen, die es uns wiederum ermöglichten, zum ersten Mal einen echten Dialog mit der Opposition aufzunehmen.

Laut dem russischen Präsidenten ist das Terrorismusproblem ein globales Problem. Er fügte hinzu:

Der vollständige Sieg über den Terrorismus ist noch sehr weit entfernt. Aber was unseren gemeinsamen Kampf gegen die Terroristen in Syrien betrifft, so geht diese Militäroperation wirklich zu Ende.

Am Mittwoch werden Erdogan und Rouhani nach Sotschi kommen

Putin sagte, dass er sich am Mittwoch in Sotschi mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani treffen wird, um die syrische Krise zu erörtern. Abgesehen von diesen Ländern arbeite Russland mit dem Irak, den USA, Ägypten, Saudi-Arabien und Jordanien an der Beilegung der Krise. Der Präsident der Russischen Föderation fügte hinzu, dass er am Dienstag auch ein Telefongespräch mit US-Präsident Donald Trump zu Syrien führen werde.

Assads Besuch in Russland und seine Gespräche mit dem russischen Präsidenten dauerten vier Stunden, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow Journalisten am Dienstag.

Russland startete seine Antiterroroperation in Syrien mit Billigung der syrischen Regierung im September 2015. Die russische Luftwaffe unterstützt die syrische Armee somit seit etwa zwei Jahren im Kampf gegen die Terroristen.

Im März 2016 ordnete Putin einen teilweisen Rückzug der Streitkräfte an und sagte, dass das Hauptziel der Operation erreicht worden sei. Die verbleibenden Flugzeuge unterstützen jedoch weiterhin die syrische Armee im Kampf gegen Extremisten. Im November erklärte das russische Verteidigungsministerium, dass die vom Islamischen Staat kontrollierten Gebiete in Syrien auf weniger als fünf Prozent des syrischen Territorums geschrumpft seien.

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