Putin und Macron: Unilaterale Aufhebung des iranischen Atomabkommens "inakzeptabel"

Putin und Macron: Unilaterale Aufhebung des iranischen Atomabkommens "inakzeptabel"
Die Staatschefs Russlands und Frankreichs stellten in ihrem Telefonat am Freitag fest, dass sie in ihrem Standpunkt zum iranischen Atomabkommen übereinstimmen, welches die USA und Israel abschaffen wollen.

Im Anschluss an seinen offiziellen Besuch im Iran sprach der russische Präsident Wladimir Putin auf Initiative von Paris telefonisch mit Emmanuel Macron, und informierte seinen Amtskollegen insbesondere über die Ergebnisse der Gespräche im Iran.

Der Pressemiteilung des Kreml zufolge  diskutierten die Präsidenten die Lage in Syrien und die Ergebnisse der siebten Runde der Internationalen Syrien-Gespräche vom 30. bis 31. Oktober in Astana. Sie betonten die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen zu einer Beilegung der Krise, allen voran mit politischen Mitteln.

Der russische Präsident Wladimir Putin, der iranische Präsident Hassan Rouhani und Azerbaijans Präsident Ilham Alijew bei einer Pressekonferenz in Teheran, Iran, 1.November 2017.

Darüber hinaus sprachen sie über verschiedene Aspekte der bilateralen Zusammenarbeit, einschließlich der zivilgesellschaftlichen Aktivitäten des „Trianon-Dialogs“, welchen die Außenminister Sergej Lawrow und Jean-Yves Le Drian im September ins Leben gerufen hatten.

Donald Trump erhöht zunehmend den Druck auf Teheran und drohte, das Atomabkommen zwischen dem Iran und sechs weiteren Ländern (China, Frankreich, Deutschland, Russland, Großbritannien, USA und USA) aufzukündigen.

Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian besuchte kürzlich New York und kündigte am 31. Oktober an, dass er demnächst in den Iran reisen werde, um einen Besuch von Emmanuel Macron vorzubereiten. Die Reise soll "in den nächsten Tagen" angetreten werden, sagte der Minister und betonte Frankreichs Position, wonach an dem Abkommen festgehalten werden müsse.