Russischer Diplomat: US-Sanktionen führen Beziehungen zwischen Moskau und Washington in Sackgasse

Russischer Diplomat: US-Sanktionen führen Beziehungen zwischen Moskau und Washington in Sackgasse
Sergej Rjabkow, der stellvertretende Außenminister Russlands, warnte, dass die Sanktionspolitik die internationalen Beziehungen nur weiter verkomplizieren werde.
Russlands stellvertretender Außenminister Sergej Rjabkow hat erklärt, dass die neuen US-Sanktionen für Moskau keine Überraschung seien und betont, dass jeder Versuch, Russland zu zwingen, seine Politik zu ändern, zum Scheitern verurteilt sei.

"Auch wenn uns das nicht überrascht hat, ist die Tatsache eines zunehmenden Sanktionsdrucks sowie neuer Versuche, uns durch Sanktionen zu einer Änderung unseres politischen Kurses zu zwingen, zutiefst beunruhigend", zitierte die Nachrichtenagentur TASS am Mittwoch den Diplomaten.

Die jüngsten anti-russischen Aktionen der Vereinigten Staaten führten die Beziehungen zwischen beiden Nationen nur weiter in eine Sackgasse, sagte Rjabkow weiter und fügte hinzu, dass Moskau die Untersuchung der angeblichen russischen Einmischung in die US-Präsidentschaftswahlen weiterhin "mit großer Skepsis" verfolgen werde.

Paul Manafort und Rick Gates erscheinen vor Gericht in Washington, D.C., USA, 30. Oktober 2017.

Der Vize-Außenminister merkte außerdem an, dass die jüngsten US-amerikanischen Schritte seiner Ansicht nach Muster einer Manie erkennen ließen, zumal Washington bereits Sanktionen gegen 70 Nationen verhängt habe. Rjabkow fügte hinzu, dass die Sanktionen in einigen Fällen, wie etwa im Falle des Iran, einer gezielten Provokation ähneln, mittels derer man offenbar die internationalen Beziehungen bewusst weiter verschärfen wolle.

Der Diplomat kam auch auf die jüngsten anti-russischen Anschuldigungen von Twitter, Facebook und Google zu sprechen und betonte, dass er diese für ein Ergebnis erheblichen Drucks vonseiten der US-Behörden halte.

Anfang dieser Woche hatte das US-Finanzministerium eine neue Reihe anti-russischer Sanktionen angekündigt und verbot US-amerikanischen Bürgern und Unternehmen die Teilnahme an russischen Energieprojekten im Zusammenhang mit der Offshore-Ölförderung und -produktion in der Arktis.