US-Senat fordert von Twitter Offenlegung aller WikiLeaks-Direktnachrichten

US-Senat fordert von Twitter Offenlegung aller WikiLeaks-Direktnachrichten
Der Rechtsausschuss des Senats hat Twitter um Dokumente gebeten, Direktnachrichtenübermittlung zwischen Wikileaks und Julian Assange offenzulegen. Die zuständige Senatorin Dianne Feinstein hatte sich bereits zuvor für strafrechtliche Verfolgung Assanges eingesetzt. Jetzt plädiert sie für Dokumente von Nutzern auch wenn sie gegen keinerlei Vorschriften verstoßen haben.

Senatorin Dianne Feinstein (Kalifornien) schrieb direkt an den Twitter-CEO Jack Dorsey.

Die Demokratin forderte Twitter zur Aushändigung von allen Dokumenten, mit Bezug auf

Anzeigen und organischen Inhalten, die von mit Russland verbundenen Nutzern gepostet wurden und auf irgendeinen Teil der Vereinigten Staaten gerichtet waren, unabhängig davon, ob die Person oder Organisation gegen die Twitter-Richtlinien verstoßen hat".

Mit Bezug auf die offiziellen Ermittlungen zu der angeblichen russischen Einmischung sagte Feinstein

Wir trafen die Entscheidung, dies selbst durchzuführen. Sie können weitermachen und tun, was sie tun wollen."

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Feinstein verzeichnete auch 14 weitere Kategorien von Informationen in ihrem Antrag an Twitter CEO, in dem Schreiben vom 27. Oktober.

Das ranghöchste Mitglied des Gerichtsausschusses des US-Senats sucht nach Informationen, die nicht routinemäßig mit dem Kongress geteilt werden", heißt es in dem Brief.

Wie in einer vorauseilenden Anschuldigung wird in dem Schreiben von Twitter verlangt, alle Dokumente zugänglich zu machen, aus denen mit Russland verbundene Konten, Falschinformationen-Netzwerke oder böswillige Bots hervorgehen, die "Falschlinformation" während des 2016 Präsidenten-Wahlkampfes verbreitet haben könnten.

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Feinsteins Brief bittet Twitter auch zu zeigen, wie das Unternehmen diejenigen Konten identifiziert hat, für die es Anzeigen oder Beiträge produziert hatte.

Die Dokumente, die der Gesetzgeber verlangt, konzentrieren sich auf die Bemühungen zur Identifizierung jeglicher Konten mit Verbindungen zu Russlands angeblichem Einfluss auf den US-Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2016.

Wladimir Putin in Moskau, 20. April 2011.

In dem Brief wird die Freigabe aller Inhalte aus den direkten Nachrichten geforderte und Daten, Absender, Empfänger, Datum und Uhrzeit jeder Nachricht für die folgenden Konten: @wikileaks, @WLTaskForce, @GUCCIFER_2, @JulianAssange_, @JulianAssange und @granmarga.

Weiterhin verlangt Weinstein die Anzeigen, die durch RT oder jegliche Personen und Organisationen, welche in Verbindung mit der Internet Research Agency stehen, beziehungsweise Teka, wie sie zum der Zeit der Wahl hieß.

Die Senatorin fordert darüber hinaus Informationen zu IP-Adressen, die Anzahl wie oft Posts geteilt wurden und die Anzahl der Interaktionen pro Anzeige und Tweet.

Auch jegliche Kommunikation in Bezug auf Tennessees Republikanische Partei wird verlangt, welche sich beschwerte, dass das @TEN_GOP Konto sich fälschlich als die amtliche Partei ausgab. Dieses Konto wurde anschließend von Twitter abgeschaltet.