Vorwürfe gegen Israel wegen Waffenverkäufen in Konfliktgebiete

Vorwürfe gegen Israel wegen Waffenverkäufen in Konfliktgebiete
Ein Soldat lutscht an einem Lolli, während eine israelische 155 Millimeter Artillerie auf das nördliche Gaza feuert, Israel, 29. Juni 2006.
Die israelische Zeitung Haaretz veröffentlichte einen Bericht über Waffenverkäufe nach Myanmar, während der ethnischen Säuberung gegen die Rohingya. Die Regierung dementierte, hielt die Details aber unter Verschluss. Die Jerusalem Post befasst sich mit Rüstungsexporten in Konfliktgebiete.

Israel soll während des Konflikts in Myanmar Super-Dvora MK III Partoullienboote an Myanmar verkauft haben. Der Menschenrechtsanwalt und Aktivist Itay Mack aus Jerusalem kämpft um größerer Transparenz israelischer Rüstungsexporte. Gegenüber der Jerusalem Post sagte er:

Historisch gesehen, wann immer es ein amerikanisches Embargo gibt, füllt Israel die Lücke. Israel war immer einer der Hauptlieferer an viele Regime rund um die Welt, Länder in Afrika und in Lateinamerika miteinschließend. 

Israel verkaufte Waffen nach Südafrika während der Apartheid, während des Genozids der Hutu Regierung an den Tutsis erwarben die Hutus Waffen aus Israel. Auf der Liste von Verkäufen an Konfliktgebiete steht auch die Bewaffnung von Milizen im Südsudan.

Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar warten auf die Erlaubnis zur Weiterreise in ein Flüchtlingscamp in Bangladesch, Palang Khali, 17. Oktober 2017.

Pieter Wezeman vom Stockholmer Friedensvorschungsinstitut SIPRI kommt zu dem Schluß: 

Es besteht keine ökonomische Notwendigkeit, keine Notwendigkeit die Waffenindustrie zu erhalten und nach Myanmar und in den Südsudan zu exportieren. [Aber] es ist hilfreich strategische Partner wie Südsudan zu haben, wenn man Luftangriffe in der Region machen will. 

Israels Rolle Waffen an diese Länder zu verkaufen sei für das Land von strategisch-politischer Wichtigkeit und nicht von finanzieller. Mack sieht in den Verkäufen einen Stimmenfang bei den Vereinten Nationen: 

Israel verkauft Waffen im Gegenzug zu Wahlen bei den Vereinten Nationen. 

Die Informationen zu den Verkäufen nach Myanmar bleiben nach einem Gerichtsbeschluss geheim. Aus einem Facebook Post des Nachrichtenkanals aus Myanmar den stellvertretenden Verteidigungsminister Commodore Aung Thaw zitierend, dass die Vereinbarung zwischen seinem Land und Israel das militärische Training, die Entwicklung der Verteidigung und der Schutzsicherungspolicen beinhalte, Rechtsangelegenheiten in der Verteidigung, Informationsaustausch, humanitäre Hilfseinsätze, Militärausbildung in Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie und militärische Medizinwissenschaft. 

Wezeman verweist darauf, dass währende der Verkauf nach Myanmar offensichtlich ist, viele Exporte Israels im Bereich er Spionageausrüstung stattfinden.