Weltgesundheitsbehörde: In Zukunft mehr fettleibige Kinder als untergewichtige

Weltgesundheitsbehörde: In Zukunft mehr fettleibige Kinder als untergewichtige
Ein acht Monate alter Säugling wird von seiner Mutter gehalten. Das Bild wurde in einer Klinik für Fettleibige in Bogotá am 19. März im Jahr 2014 geschossen.
Die Zahl der adipösen Kinder und Jugendlichen im Alter von fünf bis 19 Jahren hat sich in den letzten vier Jahrzehnten verzehnfacht. Wenn die gegenwärtigen Entwicklungen anhalten, werden mehr Kinder und Jugendliche bis 2022 fettleibig als moderat oder schwer untergewichtig sein.

Das Imperial College in London und der WHO veröffentlichten dazu eine Statistik in der Online Zeitschrift The Lancet. Die Studie wurde am zehnten Oktober publiziert. Einen Tag vor dem World Obesity Day.

Entwicklung der Zahl der Kinder und Jugendlichen, die an Fettleibigkeit leiden

In den letzten 40 Jahren ist die Zahl der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen weltweit gestiegen. Schätzungsweise 5 Millionen Mädchen und 6 Millionen Jungen waren im Jahr 1975 fettleibig. Bis zum Jahr 2016 gab es einen rasanten Anstieg auf 50 Millionen Mädchen und 74 Millionen Jungen. Die Anzahl soll der Studie zufolge in kommenden Jahren näherungsweise exponentiell ansteigen.

Mithilfe des Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 30 Millionen 5- bis 19-Jährigen verfolgten Forscher die Trends von 1975 bis 2016 in fünf Gewichtsklassen: Es wurde in moderates bis schweres Untergewicht, leichtes Untergewicht, gesundes Gewicht, Übergewicht und Fettleibigkeit unterteilt. Die Forscher definierten Fettleibigkeit als einen BMI von etwa 19 oder höher für ein 5-jähriges Kind bis etwa 30 oder höher für einen 19-jährigen Jugendlichen.

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Heute sind mehr Kinder und Jugendliche moderat oder schwer untergewichtig als fettleibig. Nahezu 117 Millionen Jungen und 75 Millionen Mädchen. Erwartungen zufolge wird jedoch die Gesamtzahl der adipösen Kinder bis 2022 die der untergewichtigen überholen, so die Forscher.

Durch die Globalisierung sind verarbeitete Lebensmittel und zuckerhaltige Getränke auf der ganzen Welt verbreitet. Primär in urbanen Regionen wird körperliche Aktivität stark reduziert. Die erschreckenden Werte sind somit auf den sich verändernden Lebensstandard zurückzuführen.