US-Außenministerium genehmigt möglichen Verkauf der THAAD-Raketenabwehr an Saudi-Arabien

 US-Außenministerium genehmigt möglichen Verkauf der THAAD-Raketenabwehr an Saudi-Arabien
Symbolbild- THAAD Abfangjäger bei einem Test
Das US-Außenministerium hat den möglichen Verkauf des THAAD-Raketenabwehrsystems an Saudi-Arabien zu einem geschätzten Preis von 15 Milliarden Dollar genehmigt, teilte das Pentagon am Freitag mit. Zu den regionalen Bedrohungen zählt demnach der Iran. Einen Tag zuvor unterzeichnete der saudische König eine Absichtserklärung zum Kauf des russischen S-400 Flugabwehrsystems.

Dieser Verkauf fördert die nationalen Sicherheits- und Außenpolitikinteressen der USA und unterstützt die langfristige Sicherheit von Saudi-Arabien und der Golfregion angesichts der iranischen und anderen regionalen Drohungen", hieß es in der Mitteilung der Defense Security Cooperation Agency (DSCA) des Verteidigungsministeriums.

Diese Mitteilung eines möglichen Verkaufs ist gesetzlich vorgeschrieben und bedeutet nicht, dass der Verkauf abgeschlossen ist ", fügte die DSCA hinzu.

Saudi-Arabien bat um den Kauf von 44 THAAD-Trägerraketen und 360 Raketen sowie Feuerleitstationen und Radaranlagen. 

Die Vereinigten Staaten entsandten THAAD in diesem Jahr bereits nach Südkorea, was unter anderem aus China sowie seitens Friedensaktivisten in Südkorea heftige Kritik und Proteste nach sich zog.

Die Ankündigung des US-Verteidigungsministeriums kommt einen Tag, nachdem Saudi-Arabien zugestimmt hatte, das russische S-400-Luftverteidigungssystem zu kaufen.

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Die Unterzeichnung der Absichtserklärung zum Kauf des russischen S-400 Flugabwehrsystems während des Besuchs des saudischen Königs King Salman bin Abdulaziz Al Saud in Moskau hatte laut Pentagon-Sprecherin Michel Baldansa Bedenken in Washington ausgelöst.

Am April 19. 2017 traf König Salman bin Abdulaziz Al-Saud bereits den US-Verteidigungsminister James Mattis, die stellvertretende Sicherheitsberaterin im Weißen Haus, Dina Powell und den Diplomaten Christopher Henzel

Wir sind über den Erwerb des S-400-Systems besorgt, weil wir immer betont haben, wie wichtig es ist, die Interoperabilität mit den Waffensystemen der Vereinigten Staaten und anderer Länder in der Region bei der Durchführung großer militärischer Beschaffungsprogramme aufrechtzuerhalten. Diese Kompatibilität ist notwendig, um gemeinsame Bedrohungen abzuwehren", so Baldansa.

Demnach sind die USA und Saudi-Arabien durch

feste Beziehungen im Bereich der militärischen Beschaffung“ verbunden.