USA weiten Überwachung russischer Militärs in Syrien aus und drohen: "Wir wissen immer, wo sie sind"

USA weiten Überwachung russischer Militärs in Syrien aus und drohen: "Wir wissen immer, wo sie sind"
Via CNN kündigte das Pentagon am 24. September an, die Überwachung russischer Militärs in Syrien massiv auszuweiten, vor allem im Osten des Landes. Wenige Stunden später stirbt ein ranghoher russischer Offizier nach einem präzisen Granatangriff in Deir ez-Zor.

Das Ziel ist es, sicherzustellen, dass die US-Truppen zu jeder Zeit die Standorte der russischen Streitkräfte kennen, vor allem im Osten Syriens, zu jeder Zeit", so der Pentagon-Beamte gegenüber CNN.  

Laut CNN weigerte sich der Beamte, namentlich identifiziert zu werden, "auf Grund der Sensibilität der Angelegenheit". Abschließend betonte dieser nochmals:

Wir wissen immer, wo sie [die Russen] sind.

Wenige Stunde vor dem "Pentagon-Leak" an CNN hatte das das russische Verteidigungsministerium am 24. September Luftbilder veröffentlicht, die Kriegsgüter von US-amerikanischen Spezialeinheiten nördlich der Stadt Deir er-Zor zeigen - aus einem Gebiet, das zu dem Zeitpunkt noch von IS-Kämpfern kontrolliert war.

Spezialeinheiten der US-Armee ermöglichen den so genannten Demokratischen Kräften Syriens, die von der kurdischen YPG-Miliz angeführten werden, einen freien Durchgang in einem Gebiet, das noch von der Terrormiliz "Islamischer Staat" kontrolliert wird, erläuterte das russische Verteidungsministerium in einer Erklärung und betonte:

Trotz der Tatsache, dass die US-Streitkräfte ihre Positionen dort einrichteten, wo derzeit IS-Kräfte stationiert sind, gibt es noch nicht einmal Anzeichen für die Organisation eines militärischen Außenpostens.

Das könnte darauf hindeuten, so Moskau weiter, dass sich das US-Militär in dem von den IS-Terroristen besetzten Gebiet "absolut sicher fühlt".

Die Luftaufnahmen datieren vom 8. bis 12. September und zeigen mehrere Infanterie-Panzerfahrzeuge der Marken Cougar und Hummer, die zu US-amerikanischen Spezialkräften gehören.

Syrische Truppen beim Übersetzen über den Euphrat.

In den Abendstunden des 24. Septembers erfolgte dann nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ein überraschender und sehr präziser Mörserangriff des IS auf einen Militärstützpunkt, in dem sich zu diesem Zeitpunkt hochrangige russische Militärs befanden. Darunter war auch der Generalleutnant Walerij Assapow, der leitende Unterstützung während der Befreiungsoperation in Deir ez-Zor geleistet hatte. Assapow und zwei weitere russische Offiziere fielen dem Mörserangriff, der direkt auf die russische Delegation gerichtet war, zum Opfer.

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Gefragt nach "russischen Warnungen" und steigenden Spannungen zwischen Russland und USA in Syrien sagte Verteidigungsminister Jim Mattis während einer Pressekonferenz vor einem Treffen mit dem polnischen Verteidigungsminister im Pentagon, dass die jüngsten Ereignisse ihn nicht beunruhigen.

Ich mache mir keine Sorgen. Wir fahren fort, uns mit den Russen in einer kooperativen Weise zu befassen", sagte Mattis. "Wir regeln das schon."

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, hat am Montag mitgeteilt, dass Russland immer noch keine Erklärungen seitens der USA bezüglich der Luftaufnahmen erhalten habe, die US-Spezialeinheiten in syrischen Gebieten zeigen, die von der Terrormiliz "Islamischer Staat" kontrolliert werden.

Bis dato sind keine Erläuterungen oder Dementi diesbezüglich von den Vertretern der Demokratischen Kräfte Syriens oder den US-Streitkräften getätigt worden", betonte er abschließend. 

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