UN-Generalversammlung: Lawrow und Tillerson sprechen über Syrien und die Ukraine

UN-Generalversammlung: Lawrow und Tillerson sprechen über Syrien und die Ukraine
Der russische Außenminister Sergei Lawrow und sein amerikanischer Amtskollege Rex Tillerson hatten ein informelles Treffen am Rande der UN-Generalversammlung. Themen der Begegnung waren die Situation in Syrien und die Erfüllung des Minsker Abkommens in der Ukraine.

Lawrow und Tillerson haben sich in der ständigen russischen Delegation der Vereinten Nationen in New York getroffen. Sergei Lawrow kam am späten Sonntag an, um an der 72. Sitzung der UN-Generalversammlung in New York teilzunehmen. Die jährliche Generaldebatte der Versammlung wird am 19. September beginnen.

Laut einer Aussage von der Russischen Botschaft in den USA haben beide Seiten "die Interaktion in der Syrien-Krise, andere Aspekte der Situation im Mittleren Osten und Nord-Afrika sowie die Implementierung der Minsker Abkommen besprochen."

Das US-Außenministerium sagte außerdem, dass Syrien und die Ukraine die Hauptthemen darstellten.

Heather Nauert, die Sprecherin des amerikanischen Außenministeriums, gab bekannt:

Die beiden haben sich neu verpflichtet zu einer De-Eskalierung der militärischen Einsätze in Syrien, Gewalt zu reduzieren und Bedingungen zu schaffen für die Fortsetzung des Genfer Friedensprozesses gemäß der Resolution des UN-Sicherheitsrates 2254."

Am vergangenen Freitag haben Russland, der Iran und die Türkei sich auf die Grenze der vierten und finalen De-Eskalierungszone in Idlib geeinigt. Alle vier De-Eskalierungszonen im kriegszerrissenen Land bleiben in Kraft für einen Zeitraum von sechs Monaten.

Diese von Russland vorgeschlagenen Zonen dienen der Abtrennung der Terroristengruppen, einschließlich dem IS und Jabhat al-Nusra (Al-Nusra Front), von der gemäßigten Opposition.

Nach dieser Bekanntmachung hat der russische Spezialbeauftragte für Syrien, Alexander Lavrentiev, gegenüber den Journalisten geäußert:

Wir sehen das als eine Kehrtwende. Das Schaffen von De-Eskalierungszonen repräsentiert eine Kehrwende in den Köpfen der Menschen."

Moskau hat wiederholt unterstrichen, dass die De-Eskalierungszonen ein Teil des Planes sind, Gewalt in Syrien zu stoppen. Sie sind eine vorübergehende Maßnahme, die dafür gedacht sei, den Weg für Friedensgespräche zu ebnen und eine Resolution zu erreichen im sechs Jahre anhaltenden, bewaffneten Konflikt in Syrien. 

Die Gewalt in Syrien scheint zu schwinden, seit der IS die letzten Überreste seines Territoriums zu verlieren begann. Anfang September hat das russische Verteidigungsministerium angeführt, dass das syrische Militär 85 Prozent des Landes von aufständischen Terroristen befreite.