"Nicht auf der Gästeliste" – Putin nicht zu Trumps UN-Reform-Treffen eingeladen

"Nicht auf der Gästeliste" – Putin nicht zu Trumps UN-Reform-Treffen eingeladen
Der russische Präsident Wladimir Putin wurde nicht zu einem Treffen zur Reformierung der Vereinten Nationen eingeladen, deren Gastgeber angeblich Donald Trump sein soll. Das Treffen soll scheinbar im Vorfeld der Generalversammlung in New York stattfinden, sagte der Helfer des Präsidenten, Juri Uschakow.

"Soweit ich weiß, nein [er hat nicht]", antwortete Uschakow am Donnerstag auf die entsprechende Frage eines Journalisten am Rande des Östlichen Wirtschaftsforums (EEF) in Wladiwostok.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte zudem vergangene Woche gegenüber der Nachrichtenagentur TASS, dass der russische Staatsführer nicht plane, an der diesjährigen Sitzung der UN-Generalversammlung teilzunehmen.

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Trump, ein ausgesprochener Kritiker der Vereinten Nationen, ist angeblich entschlossen, bei einer Veranstaltung im UN-Hauptquartier am 18. September um Unterstützung für die Reform der Staatengemeinschaft zu werben.

Staaten werden nur eingeladen an Trumps Treffen teilzunehmen, wenn sie einer von den USA entworfen politischen Erklärung zustimmen, die zehn Punkte umfasst. Sie soll einem Entwurf zufolge, der Reuters vorliegt, die Bemühungen von UN-Generalsekretär Antonio Guterres, "wirksame, sinnvolle Reform einzuleiten", unterstützen.

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Trump beschrieb die US-Beiträge zu den Vereinten Nationen als "Peanuts im Vergleich zu den wichtigen Arbeiten".

Als sich die Botschafter des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen Ende April im Weißen Haus versammelten, beschrieb der US-Präsident die UNO als "leistungsschwach", obschon ein "ungeheures Potential" in ihr steckt.

Wir müssen uns auch das UN-Budget genau anschauen. Die Kosten sind absolut außer Kontrolle geraten", sagte Trump.

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Donald Trump kritisierte die Vereinten Nationen Ende Dezember scharf, nachdem die UNO dafür stimmte, israelische Siedlungen im Westjordanland und Ost-Jerusalem zu verurteilen. Der damals noch designierte Präsidenten schrieb auf Twitter, dass die UNO ein "so großartiges Potenzial" hätte, aber zu einem "Club" geworden sei, "in dem sich Menschen treffen, reden und eine gute Zeit haben. So traurig!"

Was die UNO betrifft, wird [viel] nach dem 20. Januar anders werden" , sagte Trump und bezog sich auf seinen Amtsantritt.

Der neue US-Präsident ist verpflichtet, sein Wort am 19. September zum ersten Mal offiziell an die Organisation mit 193 Mitgliedern zu richten. Nach dem vorläufigen Plan für das Forum wird der russische Außenminister Sergej Lawrow seine Rede bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 21. September abgeben.