Hurrikan „Irma“ kommt – Doch US-Katastrophenschutz FEMA hat nur noch Geld bis Freitag

Hurrikan „Irma“ kommt – Doch US-Katastrophenschutz FEMA hat nur noch Geld bis Freitag
„Irma“ gilt als der stärkste Hurrikan, der jemals über dem Atlantik registriert wurde.
Nach dem Hurrikan „Harvey“, der geschätzte 180 Milliarden Euro an Schäden angerichtet hat, nähert sich nun der Hurrikan „Irma“ der US-Küste. „Irma“ wird sogar stärker eingestuft als „Harvey“. Doch dem US-Katastrophenschutz FEMA geht das Geld aus.

Laut der Webseite „Bloomberg“ fehlen dem US-Katastrophenschutz FEMA die Mittel, um die Schäden durch den Wirbelsturm „Harvey“ und die noch zu erwartenden Kosten des Wirbelsturms „Irma“ zu bewältigen. Eine nicht genannte Quelle von der FEMA äußerte gegenüber Bloomberg die Sorge, dass dem Katastrophenschutz die Mittel ausgehen könnten. So habe die FEMA am Dienstag  noch knapp 1,01 Milliarden Dollar (ungefähr 846 Millionen Euro). zur Verfügung gehabt. Von diesen 1,01 Milliarden US-Dollar stünden jedoch lediglich 541 Millionen US-Dollar sofort zur Verfügung.

Der Wirbelsturm „Harvey“ hatte geschätzte 180 Milliarden US-Dollar an Schäden angerichtet. Damit sorgte er sogar für mehr Schäden, als der Hurrikan „Katrina“, welcher 2005 New Orleans heimgesucht hatte. US-Präsident Donald Trump hatte den Kongress um zunächst 7,85 Milliarden Dollar Soforthilfe gebeten. Dabei handle es sich um eine Anzahlung, sagte der Gouverneur des Bundesstaats Texas, Greg Abbott. Ohne die zusätzliche Geldspritze könnte die FEMA schon am Freitag vor leeren Kassen stehen.

Die von Wolkenmassen des Tropensturms

Allerdings könnte sich die Freigabe der zusätzlichen Mittel verzögern, wenn es nicht gelinge, die Schuldenobergrenze anzuheben, sagte Finanzminister Steve Mnuchin. Diese Grenze wird im laufenden Monat erreicht. Trump hatte die Region am Samstag besucht und Hilfen für die von der Katastrophe betroffenen Regionen angekündigt. Doch selbst die zusätzlichen Hilfen könnten nicht genügen, da auf den nach „Harvey“ erwarteten Hurrikan „Irma“ offenbar direkt ein weiterer schwerer Sturm folgen könnte.

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Der Tropensturm „Jose“ könne sich am Mittwochabend (Ortszeit) zu einem Hurrikan entwickeln und am Wochenende die derzeit von „Irma“ betroffenen Inseln erreichen, warnte das US-Hurrikanzentrum in Miami. Bei „José“ handelt es sich um das Wettersystem hinter „Irma“. Die Windgeschwindigkeiten des Tropensturms erhöhten sich bereits auf fast 95 Kilometer pro Stunde, erklärte das Hurrikanzentrum weiter über Twitter.

„Irma“ gilt als der stärkste Hurrikan, der jemals über dem Atlantik registriert wurde. Der Hurrikan der höchsten Stufe fünf traf am Mittwoch kurz vor ein Uhr morgens (Ortszeit) auf der Karibikinsel Barbuda auf Land, seine Spitzengeschwindigkeiten erreichten dabei laut US-Hurrikanzentrum 255 Kilometer pro Stunde. Über Schäden oder Opfer war zunächst nichts bekannt.

In den kommenden Stunden könnte der Sturm die benachbarten Inseln Guadeloupe, Saint-Barthélémy und Saint-Martin erreichen, warnte das französische Innenministerium über Twitter. Für einige Inseln galt die höchste Alarmstufe.

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