Peking und Moskau mit klarer Botschaft an Westen: Nordkorea-Krise muss diplomatisch gelöst werden

Peking und Moskau mit klarer Botschaft an Westen: Nordkorea-Krise muss diplomatisch gelöst werden
Der russische Außenminister Sergej Lawrow (r., vorne), der chinesische Außenminister Wang Yi, der russische Präsident Wladimir Putin (r., hinten), der chinesische Präsident Xi Jinping (l.) auf einer Zeremonie in Moskau, Juli 2017.
Im Zuge der Zuspitzung auf der Koreanischen Halbinsel hat China erklärt, Krieg oder Chaos vor der eigenen Haustür nicht zu dulden. Auch das gestrige Telefonat zwischen Lawrow und Tillerson beinhaltete eine klare Ansage: Es gibt nur eine diplomatische Lösung.

Am Mittwochabend hat das russische Außenministerium die Öffentlichkeit über ein Telefongespräch zwischen Sergej Lawrow und dessen US-amerikanischen Amtskollegen Rex Tillerson unterrichtet. Die Konversation sei auf Initiative der amerikanischen Seite eingeleitet worden. Beide Politiker waren sich einig, dass der kürzlich von Nordkorea getätigte Raketenabschuss eine grobe Missachtung der Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates darstellte. Lawrow machte jedoch auch unmissverständlich deutlich, dass es einer politisch-diplomatischen Lösung bedarf. Er unterstrich, dass ein kriegerisches, militärisches Vorgehen vollkommen ausgeschlossen sein muss.

Parallel dazu meldete auch die chinesische Führung, dass sie keinen Krieg und kein Chaos auf der koreanischen Halbinsel dulden werde. Dies galt als Antwort auf den gemeinsamen Flugeinsatz US-amerikanischer B-1B-Bomber und südkoreanischer Kampfflieger. Die Erklärung ist dem Sprecher des chinesischen Verteidigungsministers, Ren Guoqiang, zuzuschreiben. Laut Reuters äußerte er sich dazu auf einem Nachrichtenbriefing am Donnerstag.

Der chinesische Sprecher des Verteidigungsministeriums, Ren Guoqiang, Nachrichtenbriefing in Peking, Mai 2017