USA stellen nach Kollision zwischen US-Zerstörer und Tanker weltweit Operationen ihrer Marine ein

USA stellen nach Kollision zwischen US-Zerstörer und Tanker weltweit Operationen ihrer Marine ein
Der US-Zerstörer USS John S. McCain nach der Kollision, Singapur. 21. August 2017.
Am Montag kollidierte die USS John S. McCain mit einem Handelsschiff. Zehn Marine-Soldaten werden noch vermisst. Es ist die vierte Kollision innerhalb von zwei Jahren. Eine Untersuchung soll die Ursachen der Unfälle ermitteln. Zunächst werden die Marine-Operationen eingestellt.

Bei der Kollision am Montag wurden fünf Marine-Soldaten verletzt, vier mussten in Krankenhäuser gebracht werden und zehn weitere werden vermisst. James Mattis, der amerikanische Verteidigungsminister, kündigte an, den Fall untersuchen zu lassen. Dies ist bereits die zweite Kollision eines US-amerikanischen Militärschiffes. Im Juni kamen sieben US-Soldaten ums Leben, als ein amerikanischer Zerstörer mit einem Frachtschiff kollidierte. Die USS John S. McCain gehört zur siebten Flotte der US-Marine. Ihren Heimathafen hat sie in Yokosuka (Japan). Die Besatzung besteht normalerweise aus mehr als 230 Soldaten. 

Der Leiter der Marine-Einsätze Admiral John Richardson zum Vorfall: 

Dieser Trend verlangt eine härtere Gangart. Aus diesem Grund habe ich eine Betriebspause angeordnet, die sich auf alle Flotten weltweit bezieht. 

In den letzten vier Jahren ereigneten sich vier Kollisionen. Mit dem Betriebsverbot will Richardson untersuchen, ob es Probleme mit der Geschwindigkeit und den Schiffseinsätzen gibt. 

Laut US-Marine waren zunächst weder Treibstoff noch Öl auf der Wasseroberfläche um das Schiff herum zu sehen. So konnte das Schiff auch weiterhin selbstständig fahren und sich auf den Weg zu einem Hafen machen. Der Zerstörer war östlich der Straße von Malakka auf einer Routinefahrt zum Hafen von Singapur unterwegs, als es zur Kollision kam.

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