Internationale Reaktionen auf den Anschlag in Barcelona: "Terrorismus kompromisslos bekämpfen"

Internationale Reaktionen auf den Anschlag in Barcelona: "Terrorismus kompromisslos bekämpfen"
Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben nach dem Anschlag von Barcelona am Donnerstag Opfern und Angehörigen ihr Beileid ausgesprochen und die Bluttat verurteilt. US-Präsident Donald Trump erregte dabei mit einem weiteren Tweet Aufsehen.

Bei dem Terroranschlag am Donnerstag in Barcelonas berühmtester Einkaufsstraße La Rambla starben 13 Menschen und mehr als 100 weitere wurden verletzt. Neben den üblichen Beileidsbekundungen verurteilten viele führende Persönlichkeiten aus Politik und öffentlichem Leben den Angriff. RT Deutsch hat einige Beispiele zusammengetragen.

US-Präsident Donald Trump widmete dem Anschlag zwei Tweets, einer davon zog kontroverse Reaktionen nach sich.

"Die Vereinigten Staaten verurteilen den Terrorangriff in Barcelona, Spanien, und werden alles tun, was notwendig ist, um zu helfen. Bleibt hart und standhaft", schrieb er in seinem ersten Tweet.

Im zweiten Tweet rief der Politiker dazu auf, die Methoden von General John Pershing zu studieren, die dieser angeblich im Kampf gegen den Terrorismus auf den Philippinen einsetzte. Der Legende nach soll Pershing 50 muslimische Gefangene mit in Schweineblut getränkter Munition erschießen haben lassen.

Auf diese Weise wäre den exekutierten Muslimen der Weg ins Paradies versperrt worden, weil Schweine im Islam als unreine Tiere gelten. Der Aussage von Trump nach soll dieses Vorgehen dazu geführt haben, dass es anschließend 35 Jahre lang keinen islamistischen Terrorismus auf der Inselgruppe gegeben habe. Es gibt jedoch keinen Nachweis für die Authentizität dieser Darstellung.

In zahlreichen Reaktionen auf Trumps Tweet hieß es in US-Medien am Donnerstag, während die Welt noch um die Toten von Barcelona trauere, verweise der Präsident der Vereinigten Staaten auf eine Lüge, in der die Exekution Gefangener glorifiziert werde.

Währenddessen sprach der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem spanischen König Filipp VI. in Bezug auf den Terroranschlag in Form eines diplomatischen Telegramms seinen Beileid aus, hieß es beim Pressedienst des Kremls.

Wir verurteilen dieses harte und zynische Verbrechen sehr, das gegen friedliche Menschen begangen wurde", so ein Auszug aus dem Dokument.

Weiter betonte Putin, dass das Geschehene "ein weiteres Mal die Notwendigkeit bestätige, dass die gesamte Weltgemeinschaft ihre Kräfte tatsächlich vereinen muss, um den Terrorismus kompromisslos zu bekämpfen".

Das russische Staatsoberhaupt richtete sein Beileid auch an die Angehörigen der Getöteten und wünschte den Verletzten eine schnelle Genesung. Die spanische Königsfamilie veröffentlichte ebenfalls auf Twitter einen Kommentar zu dem Terrorakt.

"Das sind Mörder, das sind einfach Verbrecher, denen es nicht gelingen wird, uns Angst einzujagen. Ganz Spanien ist Barcelona. Die Ramblas werden wieder allen gehören."

Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, und der UN-Sicherheitsrat haben den Terroranschlag scharf kritisiert. Der offizielle Pressesprecher von Guterres erklärte:

[Herr Guterres] wünscht den Opfern baldige Genesung und hofft, dass diejenigen, die die Verantwortung für diese widerliche Gewalttat tragen, unverzüglich zur Rechenschaft gezogen werden.

Weiter hieß es in der Mitteilung, dass die UNO ihre Solidarität mit der Regierung Spaniens in deren Kampf gegen den Terrorismus und den gewalttätigen Extremismus zum Ausdruck bringt. Zudem verurteilten die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates den Angriff zutiefst und bezeichneten ihn als "barbarisch und feige".

Der Präsident des Internationales Olympisches Komitees, Thomas Bach, bezeichnete das Attentat als einen Angriff auf die Olympischen Werte und drückte sein Beileid an die Familien der Opfer aus:

"Dieser Terroranschlag ist ein Angriff auf die Olympischen Werte. Er wurde in einer Stadt durchgeführt, in der 1992 die Olympischen Spiele stattfanden. Wir verurteilen das Handeln der Terroristen und sprechen unser Beileid an die Familien und Freunde der Verstorbenen aus", heißt es in der Mitteilung des Olympischen Komitees.

Zuvor hatten die Fußballstars Lionel Messi vom FC Barcelona und Neymar Júnior von Paris Saint-Germain Instagram-Mitteilungen mit tröstenden Worten veröffentlicht:

"Ich möchte mein Beileid und meine volle Unterstützung für die Angehörigen der bei diesem schrecklichen Angriff auf unser geliebtes Barcelona Verstorbenen aussprechen. Außerdem verurteile ich jede Art von Gewalt. Wir geben nicht auf, denn die Überzahl der Menschen will in einer friedlichen Welt ohne Hass leben, in der Respekt und Geduld die Grundlage der Koexistenz darstellen", schrieb Messi.

Que Deus conforte todas as famílias 🙏🏽😞😢😭 #PrayForBarcelona te quiero BARCELONA

Ein Beitrag geteilt von Nj 🇧🇷 👻 neymarjr (@neymarjr) am

Der kürzlich nach Paris gewechselte Stürmer Neymar tweetete: "Möge Gott allen Familien der Opfer helfen. Ich bete für Barcelona. Ich liebe dich, Barcelona."